Nicht nur draußen steigen die Temperaturen, auch in der WWE geht es heiß her: Etliche Fehden wurden beendet, neue ausgerufen und unzählige schockierende Momente lassen die Vorfreude auf den „Money in the Bank“-PPV weiter wachsen.

Dabei überschlugen sich bereits beim Payback Pay-per-View die Ereignisse: Schon im Opener kam es zur faustdicken Überraschung, als sich Shootingstar Curtis Axel den Titels des Intercontinental Champion sichern konnte. Aber dies sollte nicht die letzte Überraschung dieses Abends bleiben.

Im anschließenden Diven-Match standen nicht nur heiße Kurven, sondern viel mehr überkochende Emotionen im Mittelpunkt: Crazygirl AJ Lee konterte immer wieder die wuchtigen Angriffe von Kaitlyn und brachte diese am Ende sogar zur Aufgabe. Ein befriedigender Moment für AJ und ein niederschmetterndes Erlebnis für die bisherige Championesse.  – im Anschluss flossen Tränen  und die Kolleginnen mussten Trost spenden.

Double Turn im Titelmatch

Vollends aus den Stühlen rissen die Zuschauer aber zwei Ankündigungen: die Rückkehr Rob Van Dams bei MitB und das Match zwischen Alberto Del Rio und Dolph Ziggler. Anders als erwartet, agierte Del Rio herzlos, obwohl er als Face in den Ring ging. Das sorgte nicht nur für einen erfrischenden Matchverlauf, sondern löste vielmehr auch  lautstarke Chants der Crowd für den eigentlichen Heel aus. Immer und immer wieder griff der Herausforderer Zigglers Kopf an, ohne auch nur einen Funken Rücksicht auf  die Gesundheit seines Gegners zu nehmen. Dolph wirkte gegen Ende des Matches benommen. Zwar bewies er enormen Kampfgeist, war aber am Ende nicht mehr im Stande, die Niederlage abzuwenden.

Auch die weiteren Kämpfe sorgten für ordentlich Stimmung in der Halle, wobei John Cena sich im Main-Event auf spektakuläre Art gegen Ryback durchsetzen konnte. Dieser machte zwar im „Three Stages of Hell Match“-Match den ersten Punkt, doch am Ende hieß es 1:2, als der WWE-Champ ihn auf einem Krankenwagen stehend auf die Schulter wuchtete und mit voller Wucht durch die Decke des Gefährts schmetterte.

Das war erst der Anfang

Auch wenn „Payback“ viel Action bot, so war es RAW, das die Fans förmlich von den Füßen fegte: Erst kam es zum langersehnten Comeback von Christian, der Wade Barret postwendend per Killswitch auf die Bretter schickte und sicherlich ein Mitfavorit für das MitB-Match sein dürfte. Danach kam es zu einer dramatischen Szene im Kampf zwischen Randy Orton und Daniel Bryan, der endlich beweisen wollte, dass er alleine siegen kann: Nach einer unglücklichen Landung von Bryan, der wieder einmal frenetisch von der Crowd angefeuert wurde, brach ein Ringarzt den Kampf nach eingehender Untersuchung Bryans ab. . Der überraschte Sieger: Randy Orton. Daniel Bryan waren der Schock sowie die Enttäuschung deutlich anzusehen.

Dann war es an der Zeit: Mark Henry sollte in einer Promo seinen Rücktritt bekannt geben. Sichtlich gerührt und unter Tränen sprach er zu den Zuschauern, dankte ihnen und allen Wrestlern im Lockerroom. Es war ein rührender Moment, als der „World Strongest Man“ zum Abschluss den WWE-Titel hochhielt und sich dafür bei John Cena, der mit ihm im Ring stand, bedanken wollte. Und es war auch dieser  Moment, der die Wrestling-Welt auf den Kopf stellen sollte: Noch während Zuschauer in der Halle und vor dem Fernseher um Fassung rangen, verpasste Henry Cena den „World Strongest Slam“. Eine oscarreife Vorstellung des Kraftpakets, der vor seinem endgültigen Rücktritt noch einmal Champion sein möchte und bei „Money in the Bank“ um den Titel kämpfen wird.

CM Punk am Boden

Den Abschluss der Sendung machte im Übrigen der zurückgekehrte CM Punk, der sich am Vorabend gegen Chris Jericho durchsetzen konnte und auch gegen Alberto del Rio gewann. Ein gelungenes Comeback des „Paul Heyman Guy“, der auf unerfreuliche Art Bekanntschaft mit einem weiteren „Paul Heyman Guy“ machen musste: Nach dem Match kam nämlich kein Geringerer als Brock Lesnar zum Ring, der Punk den „F5“ verpasste.

So viel Potenzial, so viele Überraschungen, so viele Comebacks – die WWE versteht es zurzeit bestens, die begeisterten Zuschauer bei der Stange zu halten. Die Zeit bis zum „Money in the Bank“-PPV kann gar nicht schnell genug vergehen.

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