WrestleMania XXX ist Geschichte. 75,167 Zuschauer im Mercedes Benz Superdome waren Zeuge, wie das WWE-Universum komplett auf dem Kopf gestellt wurde. Träume erfüllten sich, Dominanz manifestierte sich und eine historische Siegesserie brach. Es passierte in der vierstündigen Veranstaltung eine ganze Menge. Wir rekapitulieren.

Endlich ist Cesaro frei. Der Swiss Superman trennte sich von seinem Ringpartner Jack Swagger. Im Fatal 4 Way Tag Team Match in der Pre-Show zogen die Real Americans in einem ansehnlichen Match gegen die Usos zwar den kürzeren, konnten aber auf ihre Leistung stolz sein. Eigentlich. Denn Swagger hatte die Nase voll und konfrontierte Cesaro, da er ihn für den Grund der Niederlage hielt. Es kam zum Zwist, der nicht mehr zu kitten war. Zwar forderte Manager Zeb Colter die beiden auf, ihre Differenzen aus der Welt zu schaffen, aber dazu kam es nicht mehr. Cesaro nahm Swagger kurzerhand in den Big Swing und verließ sichtlich erleichtert den Ring. Sein großer Moment sollte noch kommen.

Eine furiose Eröffnung

WrestleMania wurde anschließend mit einem großen Knall eröffnet. Es kam zur Auseinandersetzung zwischen Triple H und Daniel Bryan. Ihre acht Monate anhaltende Fehde sollte ihren vorzeitigen Höhepunkt erhalten. Beide lieferten sich einen großen Kampf, am Ende triumphierte jedoch Fan-Liebling Bryan. Sein Jubel war nur von kurzer Dauer. Der WWE COO, begleitet von Ehefrau Stephanie McMahon, schnappte sich einen Stuhl und bearbeitete damit Bryans ohnehin schon verletzte Schulter. Ob der American Dragon und das Oberhaupt der YES!-Bewegung damit im Main Event Batista und WWE World Heavyweight Champion Randy Orton überhaupt gefährlich werden könnte?

Kurz darauf fertigte The Shield auf beeindruckende Art und Weise Kane und die New Age Outlaws ab. Keine fünf Minuten dauerte die Prügelei. Nachdem die Shield-Mitglieder Billy Gunn und den Road Dogg mit einer Double Triple Powerbomb auf den harten Boden der Realität warfen, ertönte auch schon die Ringglocke zum Sieg. Für Roman Reigns, Seth Rollins und Dean Ambrose war es Dienst nach Vorschrift. Man darf gespannt sein, wie es für sie weitergeht.

30 WWE-Superstars kämpften in der Andre The Giant Memorial Battle Royal um die Trohäe des Hall of Famers. Am Anfang herrschte Hektik im Ring. Doch schnell wurden die ersten Athleten eliminiert. Am Ende waren nur noch Sheamus, Alberto Del Rio, Big Show und Cesaro übrig. Del Rio und der Celtic Warrior beförderten sich gleichzeitig ins Aus. Und während die meisten im Stadion dachten, dass Big Show nun die Trophäe mit nach Hause näme, überraschte Cesaro mit einer sagenhaften Kraftleistung. Wie einst Hulk Hogan Andre The Giant via Bodyslam auf die Matte brachte, warf der Swiss Superman seinen riesigen Kontrahenten über die Seile. Der Sieger stand fest, Cesaros Freude war entsprechend riesig.

Die Welt hält den Atem an.

John Cena überstand Bray Wyatts Psychospielchen und fuhr nach einem krachenden Attitude Adjustment den Sieg ein. Dann kam der Moment, der das Universum der WWE für immer verändern sollte. Sind wir ehrlich: Kaum einer rechnete damit, dass der Undertaker jemals seine beeindruckende WrestleMania-Siegesserie einbüßen würde. Erst recht nicht gegen Brock Lesnar, der zwar ein Kraftprotz vor dem Herrn ist, aber einfach nicht den Stand hat, so etwas zu vollbringen. Dafür gab es in jüngerer Vergangenheit andere Kandidaten, denen man solch eine Leistung eher zugetraut hätte. Dementsprechend war der Schock groß, als der Ringrichter nach dem dritten F-5 an den Undertaker den Sieger kürte. Im ganzen Stadion entgleisten die Gesichtszüge. Auch einen Tag später scheint die WWE-Welt wie unter Schock. Vielleicht haben wir den Undertaker bei WrestleMania XXX das letzte Mal gesehen.

Nachdem AJ Lee ihren Diven-Titel verteidigte, war es Zeit für den Main Event. Hier überschlugen sich die Ereignisse: Der angeschlagene Daniel Bryan wurde anfangs von Batista und Randy Orton abgefertigt, konnte aber trotzdem immer wieder Akzente setzen und zeigte spektakuläre Manöver. Doch dann tauchte aus dem Nichts Triple H mit dem korrupten Ringrichter Scott Armstrong auf. Bryans Schicksal schien besiegelt. Doch ein weiteres Mal konnte sich der American Dragon gegen Triple H durchsetzen. Er schaltete die komplette Authority aus (inklusive Stephanie McMahon). Sein Momentum wurde jedoch im Keim erstickt, als Orton und Batista den haarigen WWE-Superstar mit einer Kombination aus RKO und Batista Bomb durch den Kommentatorentisch beförderten. Auf einer Trage wurde Daniel Bryan vom Ringgeschehen transportiert. Aber nicht für lange. Entgegen aller Erwartungen tauchte er noch mal auf, fertigte Randy Orton und Batista ab und entschied das Match für sich.

Sein Traum hat sich auf der größten Bühne des Sports Entertainment erfüllt. Daniel Bryan ist endlich WWE World Heavyweight Champion. Mit einem feiernden und überglücklichen Bryan ging die Show zu Ende und legte gleichzeitig die Marschrichtung für eine neue WWE-Zeitrechnung vor.

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