Die Welt des professionellen Wrestlings ist nicht arm an Superstars. Doch was unterscheidet den Superstar von einem normalen Athleten? Charisma. Jede Menge Appeal und erinnerungswürdige Aktionen, sowie eine eindeutige Handschrift. Die bekommen die meisten vor allem durch eines, das auch Wrestling-Laien kennen: den Finishing Move, die spezielle Aktion, mit der der Gegner stilecht und mit Wiedererkennungswert abserviert wird. Für Chris Jericho ist das die „Wall of Jericho“. Die hat unlängst ein MMA-Fighter eingesetzt, um einen Kampf für sich zu entscheiden.

Dabei handelt es sich um eine Form der „Boston Crab“, einer von vielen athletischen Moves, denen der sechsfache WWE-World-Champion Chris Jericho im Laufe der Jahre seinen Stempel aufgedrückt – oder die er schlicht erfunden hat. Doch dass ein solcher Move aus der Wrestling-Welt auch beim MMA Anwendung findet, hat man bis dato eher selten gesehen. Ereignet hat sich das ganze beim „Full Contact Contender“-Event in Bolton. Der Fighter Jonno Mears setzte seinem Gegner Aaron Jones hart zu – und zerstörte ihn final mit der „Wall of Jericho“.

Den Qualen dieses Beinsitzes konnte sich Jones nur für wenige Sekunden widersetzen, dann musste er sich per Tap out seine Niederlage eingestehen. Ein interessanter Fakt: Dies hier war erst Jonno Mears’ zweiter MMA-Kampf überhaupt. Man darf gespannt sein, wie sich seine weitere Karriere entfaltet, wenn er sich bereits jetzt seiner Gegner mit solch komplexen Manövern entledigen kann …