Erschreckende Bilder: Durchgeknallter Wrestler sticht auf Ringrichter ein – Neben den großen Playern, wie zum Beispiel der WWE, gibt es im Wrestling noch eine ganze Reihe unabhängiger Ligen. Bei einer solchen kam es in den USA kürzlich zu grauenhaften Szenen, als der Wrestler Devon „Hannibal“ Nicholson gegen den ehemaligen WWE-Star Carlos Edwin Colón Jr., bekannt als Carlito, antrat.

Wie ein Angestellter der SOAR Championship Wrestling-Liga später auf Reddit schrieb, war Hannibal schon vor dem Kampf in einer schlechten Verfassung – womöglich betrunken oder auf Drogen – weshalb Edwin Colón Jr., dem dieser Umstand natürlich nicht entgangen war, das Match recht schnell zu einem Ende brachte.

Leider war es damit aber noch nicht vorbei – ganz im Gegenteil.

Nicholson, der in seiner Rolle einen Geisteskranken mimte, sollte dem Drehbuch zufolge auf den Ringrichter Lando Deltoro losgehen. Geplant war, dass dieser durch einen zuvor selbst zugefügten Schnitt daraufhin zu bluten beginnen sollte – ein sogenannter Blade-Job, der in dem Show-Sport nicht ungewöhnlich ist und einem Kampf mehr Dramatik verleihen soll.

Der Show-Effekt funktionierte jedoch nicht, woraufhin Nicholson förmlich durchdrehte.

Ohne, dass dies zuvor abgesprochen worden war, griff der Wrestler zu einem Eisenspieß und stach damit wie besessen auf den Schiri ein. Ein Video zeigt, wie Hannibal die Waffe wieder und wieder in den Kopf des Ringrichters rammt.

So verging eine ganze Minute, bis schließlich eine Westlerin eingriff, um den scheinbar wahnsinnig gewordenen Hannibal endlich von seinem wehrlosen Opfer herunterzuzerren.

Deltoro erlitt bei dem Angriff eine Verletzung an einer Arterie und musste sofort ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Schließlich wurde auch die Polizei hinzugezogen, der gegenüber der Manager des Täters erklärte, dass alles genauso abgesprochen gewesen sei.

Nachdem Nicholson zunächst ein Video des Vorfalls auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte, nur um es kurz darauf wieder zu löschen, meldete er sich in einer Videobotschaft, um seine Sicht der Dinge zu schildern – auch dieses Video wurde mittlerweile wieder gelöscht.

Ihm zufolge hätte der Ringrichter jederzeit einfach sagen können, dass es weh tut, dann hätte er sofort aufgehört. Außerdem hätte er den Stachel mit seiner Hand umgriffen und den Kopf von daher gar nicht getroffen.

„Ich nehme an, er hat sich tatsächlich mit den Rasierklingen geschnitten.“

Auf seinem Twitter-Account schildert der Referee die Ereignisse aus seiner Sicht: „Ich hatte gehört, dass ich jederzeit ‚Stopp‘ hätte sagen können. Ich wollte nur sagen, dass es sehr schwer ist, zu reden, wenn man das Knie eines 300 Pfund schweren Mannes auf dem Rücken hat und dann in einen Würgegriff genommen wird, während man wiederholt mit einem Eisenspieß in den Kopf gestochen und kurz darauf ohnmächtig wird.“

Deltoro erklärte außerdem, dass er sich mittlerweile zuhause von der Attacke und einer im Zuge deren erlittenen Blutvergiftung erhole.

Bislang ist noch unklar, ob es für Nicholson rechtliche Konsequenzen geben wird.

Laut der Wrestling-Seite „Fightful“ habe sich aber mindestens eine Liga aufgrund des Vorfalls von dem Wrestler getrennt, der schon zuvor durch sexuelle Belästigungen und Aktionen, bei denen andere Wrestler verletzt worden waren, aufgefallen war.

Quellen: fightful.com , bild.de , news.de