Wrestling-Fans der älteren Generation werden sich garantiert noch an André the Giant erinnern, die etwas Jüngeren von dem Koloss zumindest gehört haben, den man auch das „achte Weltwunder nannte“. Der Grund dafür war ebenso tragisch wie entscheidend für den Erfolg einer der größten Ikonen der Wrestlinggeschichte. André René Roussimoff, so der bürgerliche Name des französischen Wrestlers und Schauspielers, litt nämlich an den Wachstumskrankheiten Riesenwuchs und Akromegalie, denen sein hünenhaftes Erscheinungsbild und seine massige Konstitution geschuldet waren.

Roussimoff, am 19. Mai 1946 geboren, wuchs als Sohn von bulgarischen Einwanderern im französischen Örtchen Molien auf und musste bereits mit 12 Jahren auf dem elterlichen Bauernhof arbeiten. Mit 14 verließ er sein Elternhaus schließlich, um eine Lehre in der Holzverarbeitung anzutreten und anschließend in einer Fabrik zu arbeiten. André wurde mit dieser Arbeit jedoch nicht glücklich und kehrte schließlich nach Hause zurück. Laut seinem Bruder – sowohl sämtliche vier Geschwister als auch die Eltern waren normal gewachsen – war das der Zeitpunkt, an dem sich die Krankheit bemerkbar machte.

Mit 17 Jahren war André bereits 2,08 Meter groß und wog um die 130 kg

Er beschloss, nach Paris zu gehen, um sich dort dem Wrestling-Sport zu widmen, wo er schließlich auf Frank Valois traf, einem Profi-Wrestler, der sich des jungen Riesens annahm, ihn trainierte und später sein Manager werden sollte. Mit gerade mal 18 Jahren bestritt André sein erstes Profimatch und sollte aufgrund seiner beeindruckenden Körpergröße alsbald zu einem absoluten Publikumsmagneten werden, der 1973 schließlich zum ersten Mal in der damaligen WWF als „André the Giant“ debütierte.

Was folgte, war eine beispiellose Karriere, die mit Andrés Tod ein allzu jähes Ende fand. André René Roussimoff verstarb am 27. Januar 1993 im Schlaf an Herzversagen. Gerade mal 12 Tage, nachdem er in Paris seinen Vater beerdigt hatte. Im selben Jahr war André the Giant der erste Wrestler, der in die Hall of Fame der WWE aufgenommen wurde.

Ein derart bewegtes Leben, wie das von André René Roussimoff lässt sich natürlich nur schwer mit wenigen Worten rekapitulieren. Der folgenden Mini-Dokumentation gelingt es jedoch, zumindest die wichtigsten Stationen auf gerade mal sechs äußerst interessante Minuten Wrestling-Geschichte zu raffen.