Streaming- Dienste und Pay-per-View-Formate: Für viele sind diese ein kostspieliges Vergnügen. Manche Leute haben im Bedarf nach günstigeren Lösungen einen Weg gefunden, Menschen Services wie Sky auf illegale Weise und vergünstigt anzubieten – und verdienen gut dabei. Eine solche kriminelle Bande steht dieser Tage vor dem Landgericht Dresden vor Gericht: Seit Freitag läuft der Prozess gegen die mutmaßlichen Täter. 19 Verhandlungstage wurden vorläufig von der Wirtschaftsstrafkammer für den Prozess anberaumt, Ende Januar könnte das Urteil fallen.

Bis zu 30 Euro im Monat darf man auf Sky bezahlen, je nachdem welches Paket man wählt, wenn man Bundesliga, Champions League, die aktuellen Blockbuster und Filme ohne Werbeunterbrechung genießen möchte. Die Suche nach günstigen Lösungen liegt da nahe, kann jedoch rechtliche Folgen haben – insbesondere, wer diese anbietet, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen. So wie möglicherweise auch Anton O., Thomas K., Hans W., Alexej P. und Anton P. Die Männer, die zwischen 30 und 56 Jahren alt sind, werden angeklagt, über das Internetportal „key-tv“ Sky-Anschlüsse für 8–15 Euro pro Monat angeboten zu haben. 

Zwischen November 2011 und November 2015 hatte mutmaßlich das Portal dieser deutsch-russischen Herrenrunde satte 19.750 zahlende Kunden. Ihre Abos verkauften die Hintermänner über Fake-Webseiten. Auch die vermeintlichen Zahlungsseiten waren gefälscht und sahen wie echte Zahlungsportale (Paysafe etc.) aus. In Wahrheit jedoch zweigte die Bande über diese Fake-Portale das Geld der unwissenden Kundschaft ab. Ein Millionenschaden für Sky. Zumal des Öfteren ein Abo gleich an mehrere „key-tv“-Kunden verkauft wurde – laut Staatsanwaltschaft verboten.

Quelle: tag24.de