Sesamstraße: Eltern wütend über Rassismus-Skandal im Park – Die Kinder lieben sie, bei Erwachsnen weckt sie Kindheitserinnerung – die gute alte „Sesamstraße“, die seit 1969 mit Samson, Tiffy oder Ernie und Bert begeistert. Sie gehört zu den erfolgreichsten Fernsehserien aller Zeiten und hat mittlerweile Kultstatus erreicht. In den USA gibt es sogar einen eigenen Freizeitpark unter dem Namen „Sesame Place“.

Dort kann man auf alle Charaktere der Sesamstraße treffen. Eine tolle Sache, doch genau dort soll es nun zu mehreren Rassismus-Skandalen gekommen sein, die Eltern mehr als empört haben. Demnach sollen im Sesamstraße-Park vermehrt schwarze Kinder schlechter behandelt worden sein als weiße Kids. Dabei war die „Sesamstraße“ immer schon überaus offen, inkludierte schon immer alle Ethnien und Gesellschaftsschichten und war sich auch nicht zu schade, kritische Themen in ihren Sendungen aufzugreifen, wie etwa Scheidungen, HIV oder Homosexualität.

„Das macht mich so wütend!“

Im „Sesamstraße“-Freizeitpark im US-Bundesstaat Pennsylvania klagten nun etliche Eltern schwarzer Kinder darüber, dass sie unschöne Erfahrungen im Park machen mussten. Dies fiel sogar „Destiny’s Child“-Sängerin Kelly Rowland auf, die ein Instagram-Video vom Park gesehen hatte, wo ein Parkmitarbeiter im Sesamstraßen-Kostüm ein kleines schwarzes Kind ignoriert hatte. Roland kommentierte diese Szene mit den Worten:

„Also, wenn ich dabei gewesen wäre, hätte der ganze Park in Flammen gestanden […] Ich meine – ernsthaft?! Sie wollen nicht mit dem Kind sprechen? Habt ihr das Gesicht der Kleinen am Ende gesehen? […] Das macht mich so wütend!“

Kinder ignoriert und einige sogar geschubst

Nach der Reaktion der Sängerin wurden viele Eltern darauf aufmerksam und gaben an, dass sie mit ihren Kindern im Park genau das Gleiche erlebt hatten. So erzählten sie, dass die kostümierten Mitarbeiter dort mit weißen oder asiatisch-stämmigen Kindern liebevoll umgegangen seien, sie umarmt und High Fives gegeben hatten. Dabei wurden jedoch schwarze Kinder ignoriert und einige sogar geschubst.

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🤔Not sure who’s in these @sesameplace costumes but this is completely unacceptable! 🤔#frobabies#sesameplace

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Der Park erklärte wenig später: „Was den gestrigen Vorfall betrifft: Die Kostüme unserer Mitarbeiter machen es manchmal schwer, nach unten zu schauen, sodass gelegentlich Bitten um Umarmungen von Gästen übersehen werden.“ Daraufhin posteten viele Eltern eigene Park-Videoaufnahmen, in denen sie wiederum das Fehlverhalten der Angestellten festhielten.

Dies mache die Erklärung des Parks nicht unbedingt glaubwürdig, ist doch schlicht zu sehen, dass sie alle Kinder sahen, aber die Kids mit schwarzer Hautfarbe stehenließen. Daraufhin meldeten sich die Verantwortlichen des Sesamstraßen-Parks erneut und entschuldigten sich:

„Wir haben Maßnahmen eingeleitet, um es in Zukunft besser zu machen. Wir wollen uns große Mühe geben. Unsere Mitarbeiter bekommen Schulungen, damit sie besser verstehen, erkennen und handeln können, damit unsere Gäste eine für alle gleichermaßen unterhaltsame Erfahrung in unserem Park machen können. Wir sind fest entschlossen, einen besseren Job zu machen, um Kindern und Familien das Gefühl zu vermitteln, dass sie uns am Herzen liegen, dass wir sie sehen und dass sie dazugehören.“

Doch diese Entschuldigung stellte etliche Eltern nicht zufrieden. Sie forderten sogar, dass man den verantwortlichen Mitarbeiten kündigen müsse, mit der Begründung: „Man kann Rassisten nicht in Schulungen beibringen, keine Rassisten mehr zu sein!“

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🤔The vetting & training of anyone working with children shouldn’t be taken lightly…[email protected] promotes the values of inclusivity & social emotional intelligence. We’d look forward to seeing that culture translate when visiting @sesameplace . via @falana003 👀 My niece’s face. 😟😩@sesameplace this was 2019 before the pandemic!! ...#frobabies#frobabieshair#sesameplace#sesameplacecharacters#sesamestreet#rositacharacter

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Quelle: stern.de