Für viele Fans von Kampfsportfilmen ist er das absolute Idol: Jackie Chan. Doch wie er selbst offenbarte, hat der Megastar auch eine ziemlich dunkle, ja tiefschwarze Seite. Unlängst sind seine Memoiren „Never Grow Up“, 2015 in chinesischer Sprache erschienen, auch auf Englisch erschienen. Darin berichtet Jackie Chan von einem Leben, das von Alkoholexzessen und auch häuslicher Gewalt überschattet wurde.

Freimütig gibt der 64-jährige zu, Prostituierte besucht zu haben, „die ganze Zeit besoffen Auto gefahren“ und auch gegenüber seinem gerade einmal zwei Jahre jungen Sohn handgreiflich geworden zu sein. „Ich war schon ein ziemlich gemeiner Mistkerl“, schreibt Chan in seinem Buch. „Jede Nacht auszugehen und zu trinken, das nagte an meiner Professionalität. Ich war irgendwann in einer Phase, in der es vor jedem Essen ein Gläschen gab – und eines danach.“

Sohn geworfen, Porsche gecrasht

Mehr noch, Jackie Chan setzte sich danach auch betrunken ans Steuer: „Ich fuhr quasi die ganze Zeit betrunken. Morgens crashte ich meinen Porsche, abends verwandelte ich einen Mercedes-Benz in einem Totalschaden. Denn ganzen Tag ging das, alles war wie im Nebel.“ Die Alkoholexzesse forderten ihren Tribut, bis es nach einem Streit mit der Ehefrau zu einer Situation häuslicher Gewalt mit Jackies Kleinkind Jaycee kam:

„Ich hob ihn mit einer Hand auf, schleuderte ihn durch den Raum und er krachte in das Sofa“, beschreibt Jackie Chan die Situation in seinen Memoiren. „Bei der Kraft, die ich dabei aufwandte, hätte es auch ernster kommen können, etwa wenn er die Rücken- oder die Armlehnen getroffen hätte.“ Weiter beschreibt der Megastar, wie er die Situation „augenblicklich“ bereut und gelobt habe, so etwas nie wieder zu tun.

Ganze Gagen verschleudert

„Ich nehme Versprechen ernst, ich bin ein Mann meines Wortes. Ich habe ihn nie wieder geworfen oder gar geschlagen“, betont Jackie Chan. Auch der Rest der Memoiren spricht eine deutliche Sprache. So offenbart der Superstar, wie er als junger Mann ganze Filmgagen für Alkohol, Glücksspiel und Mädchen verschleudert habe. Dabei wurden junge Frauen für ihn irgendwann quasi zu Objekten, wie er schildert.

Auch die folgenschwere Affäre von Jackie Chan mit Schönheitskönigin Elaine Ng, mit der er seine Ehefrau Joan Lin 1999 betrogen hatte, kommt in dem Buch zur Geltung. Es scheint, als wäre Jackie Chan in „Never Grow Up“ schonungslos mit sich ins Gericht gegangen. Bleibt zu hoffen, dass es irgendwann für deutsche Fans auch eine Übersetzung der englischen Version geben wird.

Quelle: ladbible.com