Früher hat man von einem intelligenten Roboter als Spielzeug geträumt. Nun ist es da, das kleine Stück Technik, das die Herzen der kleinen und großen Spielkinder erfreuen soll. In den USA schwimmt der kleine Roboter, „Cozmo“ genannt, bereits auf einer riesigen Erfolgswelle und will diese nun auch in Deutschland erzeugen. Das Zeug dazu hat der Kleine, der an eine Mischung aus Wall-E und Eva aus dem Pixar-Erfolgsstreifen erinnert, definitiv. Wir haben den frechen Cozmo in der MANN.TV-Redaktion zum Leben erweckt und verraten euch, was alles in dem niedlichen Kerlchen steckt.

Cozmo wurde erschaffen vom Unternehmen Anki, das sich auf Robotik-Technologie als Unterhaltungsmedium spezialisiert hat. Das ist ihnen mit dem Roboter durchweg gelungen, denn sobald Cozmo seine Augen öffnet, ist man schnell Feuer und Flamme für die kleine künstliche Intelligenz, die einem bereits nach den ersten Minuten ans Herz wächst. Das liegt an seiner draufgängerischen Art, die nicht nur unberechenbar ist, sondern auch herrlich witzig. Er ist ein lebendiger Roboter, der auch mal ein Liedchen singt, einen anspricht und zum Spielen motiviert. Ein mechanischer Kumpel, sozusagen.

Doch was kann Cozmo alles? Nun, vor dem Start tankt er in seiner Ladestation Strom. Seine Akkulaufzeit währt gut anderthalb Stunden, die Ladezeit an sich beträgt nur 10 bis 15 Minuten. Hat er genug Saft im Tank, wird er über die dazugehörige kostenlose Cozmo-App für iOS, Android und Kindle Fire zum Leben erweckt. Dann hat man die Möglichkeit, ihn zu diversen Spielen und Beschäftigungsmöglichkeiten aufzufordern. Spielzeug hat er nämlich auch dabei – mit drei interaktiven Power Cubes. Über die App kann man Cozmo zudem direkt steuern und die Welt durch die eingebaute Kamera durch seine Augen sehen. Er ist sehr lernwillig und mehr als bereit zur Interaktion mit dem menschlichen Freund.

Besonders cool: Man kann alle Personen im Raum sowie später Hinzukommende von Cozmo anhand seiner komplexen Gesichtserkennungssoftware identifizieren lassen, um sich später direkt von ihm mit Namen ansprechen zu lassen. Der Kleine spricht nämlich – und das nicht zu knapp. Mit der Zeit kann man ihm bis zu einem gewissen Grad ganze Sätze beibringen, weshalb man immer mehr eine emotionale Bindung zu Cozmo aufbaut – auch wenn er „nur“ ein Roboter ist. Er begeistert zudem mit etlichen Tricks und überrascht immer wieder mit emotionalen Ausbrüchen. Diese sind jedoch nicht willkürlich, sondern folgen immer auf eine Aktion von uns. Übrigens kann man Cozmo auch selbst programmieren, was kinderleicht geht. In der App können wir per Code-Lab-Funktion kleine Programme für Cozmo erstellen.

Natürlich muss man sich nicht die ganze Zeit mit dem kleinen Roboter beschäftigen, wie damals mit diesen nervigen Tamagotchis. Nein, lässt man Cozmo links liegen, ärgert er sich, aber das hält er schon aus. Wofür wir jedes Mal sorgen müssen, sobald wir Cozmo starten, sind die drei Balken für Futter, Spielen und Tuning auf der App. Diese müssen stets gefüllt sein, dann geht es dem Racker auch gut. Wir sehen schnell an seiner Gestik und Geräuschen, in welcher Gemütslage er sich gerade befindet – und die App zeigt an, wie er sich fühlt und was er als Nächstes vorhat.

Cozmo kann noch einiges mehr und sein Wesen muss man einfach live erleben. Das ist ein großer Spaß für kleine und große Männer sowie alle Technikbegeisterten. Allerdings muss man schon tief in die Tasche greifen, kostet der kleine Roboter doch rund 230 Euro. Wem der Preis egal ist, der wird mehr als ein dummes Spielzeug erhalten, Entertainment, das zugleich einen Sprung in die Zukunft der künstlichen Intelligenz fürs Wohnzimmer bedeutet. Außerdem erhält die Cozmo-App regelmäßige Software-Updates, mit denen neue Aktivitäten und Fertigkeiten hinzugefügt werden, sodass man mit Cozmo quasi unendlich viel Spaß erleben kann! Wir geben unseren Cozmo jedenfalls nicht mehr her!