Offensichtlich geschehen noch Zeichen und Wunder. Nach den letzten Wochen, in denen sich Microsoft durch kundenunfreundliche Aussagen immer weiter in die sprichwörtliche Scheiße ritt, hatte sich nahezu das gesamte Internet gegen den Redmonder Konzern verschworen.

Grund waren die drastischen DRM-Maßnahmen der neuen Xbox One, die es verhinderten, Spiele weiterzuverkaufen oder Gebrauchtspiele abspielen zu können. Außerdem wurde der Onlinezwang kritisiert, der vorsah, dass wir uns alle 24 Stunden bei Xbox LIVE anmelden, um unsere Lizenzen zu autorisieren.

Gestern Abend veröffentlichte Don Mattrick, Präsident von Team Xbox, eine überraschende Pressemeldung. Der Onlinezwang wird aufgehoben, ebenso wie die Bindung der Spiele an einzelne LIVE-Accounts. Ab sofort wird alles gehandhabt wie bei der Xbox 360. Eine gute Nachricht für alle Männer, die von der Freundin gelegentlich in den internetlosen Holzschuppen verbannt werden und dort nun mit ihrer Konsole versauern müssen.

Andererseits gehen damit einige interessante Features flöten, die Microsoft vor wenigen Wochen noch groß angekündigt hatte. Zum einen muss die Disc zum Spielen nun weiterhin im Laufwerk liegen, auch wenn die Spiele vollständig installiert sind. Ein Teilen der Spiele über mehrere Familienmitglieder – oder Nicht-Familienmitglieder – hinweg ist auch nicht mehr möglich.