Was kann man sich eigentlich so alles für 89 Cent kaufen? Nicht viel, drum wäre es müßig, das Wenige an dieser Stelle aufzuzählen. Außerdem dürft ihr euch darum jetzt selbst Gedanken machen, denn bald spart ihr in etwa diesen Betrag ein. Zumindest, wenn ihr WhatsApp-Nutzer seid.

Denn was lange Zeit einen Dollar kostete, wird bald kostenlos sein: WhatsApp wird in Bälde den – ohnehin eher symbolischen – Jahres-Abobetrag wieder abschaffen, da der Mitteilungsdienst unter dem Dach von Facebook steht.

„Die Übernahme hat uns erlaubt, uns aufs Wachstum zu konzentrieren und nicht ans Geldverdienen zu denken“, so Mitgründer Jan Koum am Montag auf der Internetkonferenz DLD.

Als weiteren Grund für die Abschaffung führte Koum an, dass es etliche Länder gibt, in denen die Nutzer gar nicht über die nötigen Zahlungsmittel wie Kreditkarten oder Banknoten verfügen, sie aber dennoch auf den Dienst angewiesen sind – weltweit wird Whatsapp n von mehr als 900 Millionen Menschen genutzt.

Durch den Deal mit Facebook habe WhatsApp von den Infrastrukturen des Sozialen Netzwerks profitiert, etwa bei der Implementation der Sprachtelefonie, hier wäre man ansonsten auf umfangreiche eigene Ressourcen angewiesen gewesen. Dennoch solle WhatsApp im Großen und Ganzen unabhängig bleiben, werde auf separaten Plattformen entwickelt.   

Diese Unabhängigkeit schließt laut Koum auch Ermittlungsbehörden ein, Hintertüren für Geheimdienste oder Polizeidienste existieren nicht, da diese durch ihre bloße Existenz auch Kriminellen Tür und Tor zu den Daten öffnen würden: „Gerede über Hintertüren ist nicht besonders produktiv, weil wir keine Hintertüren in unsere Software einbauen werden“, lautet Koums Statement.

Fotos: Denys Prykhodov | Twin Design / Shutterstock.com