Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich einen der größten Kurznachrichtendienste einverleibt. Der Kauf von WhatsApp hat ihn dabei nur schlappe 19 Milliarden US-Dollar gekostet.

Es ist die größte Übernahme in der Geschichte der Facebook-Macher und die Verhandlungen über diesen Big Deal dauerten gerade einmal sieben Tage. Schlussendlich kommt WhatsApp-Gründer Jan Koum mit einer fürstlichen Entschädigung davon, Zuckerberg und Co. können sich derweil über 450.000 meist junge WhatsApp-User freuen.

Dabei hatte Koum noch im Januar 2014 auf der DLD-Konferenz in München gesagt: „Wir wollen groß werden, wir wollen nicht verkaufen." Das zeigt jedoch nur, dass ab einem gewissen Betrag, so gut wie jeder käuflich ist. Die 19 Milliarden werden natürlich nicht in einem Schwung auf dem Konto des nun ehemaligen WhatsApp-Moguls landen, sondern wie folgt aufgesplittet: Vier Milliarden Dollar gibt es in bar, zwölf Milliarden Dollar in Facebook-Aktien und weitere drei Milliarden Dollar in Aktien, die in den kommenden vier Jahren auf die WhatsApp-Gründer und Mitarbeiter übertragen werden.

Für Facebook ist diese Übernahme sicherlich ein glücklicher Coup, kann der Konzern doch nach der Millarden-Übernahme des Fotodienstes Instagram nun ein breites Dienstleistungsfeld in seiner Vita aufzeigen. WhatsApp soll übrigens eigenständig weitergeführt werden, auch die Marke bleibt den Angaben zufolge bestehen.