Die wenigsten Berufstätigen sind froh, wenn sie einen Roboter bei der Arbeit erleben – das liegt in der Natur der Sache. Zwar arbeitet die Robotik auch daran, immer mehr der nützlichen Maschinen-Sklaven vor allem für gefährliche Aufgaben, zur Bombenräumung oder in Reaktoren zu spezialisieren. Doch sieht man Bilder wie diese hier, wo ein humanoider Roboter sich erfolgreich im Trockenbau versucht, dürfte das Kritiker nicht beruhigen.

Sicher, was der mattschwarz-eloxierte Blechkamerad hier an Handgriffen vornimmt, lässt sich niemals mit der Geschwindigkeit einer eingespielten menschlichen Baucrew vergleichen. Noch nicht. Doch die elementaren Handgriffe sind vorhanden. Komplett eigenständig watschelt der Elektroknecht zu einem Stapel MDF-Platten – und nimmt eine davon auf.

Akkuschrauber und Tacker als Arme

Flugs geht es damit zurück zu einem Wandelement, wo der HRP-5P getaufte japanische Roboter damit beginnt, in verblüffend flüssigen Bewegungen mithilfe eines Schraub-Arms die Platten auf ihrem Gerüst zu fixieren. Da kann einem schon anders werden – vor allem, wenn man sich überlegt, was für einen Quantensprung an Qualität und Fähigkeit solche Szenen in den letzten Jahren erlebt haben.

Von einem einzigen, montierenden Robot-Arm für Schweißarbeiten in einer Autofabrik hin zu einer aufrechtgehenden Maschine, die autonom solche Tätigkeiten vornehmen kann. Für die einen eine absolut unheimliche Szene – für andere vielleicht eine mögliche Antwort auf den Schwund an Azubis im handwerklichen Bereich?