Um in Tuningkreisen überhaupt noch aufzufallen, muss man schon bereit sein, ordentlich Geld in die Hand zu nehmen. Und man muss mit der Zeit gehen, denn mit den üblichen Standard-Umbauten lockt man heutzutage keinen Vin Diesel mehr hinter dem Ofen hervor. Bodykits, potente Soundanlangen, bissige Felgen, Spoiler und Schweller hat schließlich jeder. Individueller geht es da schon in Sachen Lackierung zu, und da gibt es seit einiger Zeit eine abgefahrene neue Technik, die nicht nur Autos ins rechte Licht rückt.

„LumiLor“ nennt sich diese neue Form der Beschichtung, dank der die behandelte Oberfläche im Dunkeln leuchtet. Moment, werdet ihr nun sagen, fluoreszierende Farbe gibt es doch schon längst. Und damit habt ihr natürlich Recht. Allerdings wird dabei Licht quasi unkontrolliert emittiert. „LumiLor“ hingegen erzeugt Licht auf Knopfdruck.

„Elektrolumineszenz“ lautet das Zauberwort. Eine Technik, bei der grob formuliert Strom durch die Farbe geleitet wird und diese damit zum Leuchten anregt. Im Prinzip nicht anders als bei einer Glühbirne. Nur dass man diese Glühbirne eben großflächig auf alles auftragen kann, was einem in den Sinn kommt.

So lassen sich problemlos sehenswerte Tron-Effekte auf Autokarosserien zaubern, doch auch Biker sind bereits auf den Geschmack gekommen, und Helme, die im Dunkeln leuchten, sind freilich nicht nur schick, sondern auch praktisch. Interessant ist zudem ein Projekt aus dem Jahr 2015, welches am Ende des Clips gezeigt wird.

Dabei wurde einem ganzen Lexus die Behandlung mit „LumiLor“ zuteil und der Stromfluss an den Herzschlag des Fahrers gekoppelt. Das Ergebnis: Eine visuelle Darstellung, wie aufregend die Fahrt über eine Rennstrecke sein kann. Blöd nur, dass man schon eine Autofirma sein muss, um sich so etwas leisten zu können. Immerhin kostet allein die Beschichtung eines Halbschalenhelmes bereits um die 1.200 Dollar.