Als 2010 die TV-Geräte mit 3D-Funktion aufkamen, war der Hype erst mal groß. Vor allem bei den Herstellern, aber die Ernüchterung stellte sich schnell ein. Denn wer schaut zu Hause ernsthaft Filme in 3D? Nur die Wenigsten, das steht Jahre später fest. Während 3D-Filme im Kino natürlich weiterhin beliebt sind und die Produktionen dahingehend weiter wachsen werden, so gilt dies eben ganz und gar nicht für das Heimkino. Da die Kunden die 3D-Funktion nie im gewünschten Maße nutzten, stellen ab sofort auch Sony und LG die Produktion ihrer 3D-fähigen TV-Geräte ein.

Laut der Technikseite cnet.com springen damit auch die beiden letzten beiden großen TV-Hersteller ab, nachdem bereits 2016 und 2013 Konkurrenten wie Samsung und Vizio sich von ihren 3D-TVs verabschiedeten. LG begründete gegenüber cnet.com, dass für verhältnismäßig wenige Kunden die Möglichkeit, 3D-Inhalte abzuspielen, ein Kaufgrund gewesen sei. Wichtig bei einem Fernsehgerät sind bei den Verbrauchern indes HDR, die Auflösung 4K/UHD, die Internetfähigkeit sowie die Größe der Bildschirmdiagonale.

Das verwundert alles auch nicht, denn im Heimkino knallt ein 3D-Film eben niemals so geil wie im Kino. Die 3D-Brille dazu ist auch eher semigeil, wenn man zu Hause gemütlich auf der Couch seine Freizeit genießen will. Somit rückt der Fokus für 3D noch mehr Richtung Kino, wo 3D-Filme mittlerweile der Standard sind. Zudem sollen immer mehr alte Klassiker konvertiert werden. Auf der Berlinale 2017 wird zum Beispiel die dreidimensionale Version von ‘Terminator 2 – Tag der Abrechnung’ ihre Premiere feiern.

Quelle: filmstarts.de