Als damals 1972 der erste Pong-Automat in der Kneipe 'Andy's Cappps' aufgestellt wurde, erhielt Erfinder und Bauer Nolan Bushnell nach nur wenigen Tagen einen Anruf. Das Gerät sei kaputt, hieß es, und er solle es bitte wieder abholen. Es stellte sich jedoch heraus, dass der Automat einwandfrei funktionierte. Das Problem war der Münzbehälter, der so voll war, dass dieser schlicht keine Münzen mehr annehmen konnte. Damit begann eine Erfolgsgeschichte, die bis heute ihre Schatten wirft. Denn wenn alles gut läuft, könnte Pong demnächst wieder in aller Munde sein.

Auf dem Weg zu seiner Hochschule ärgerte sich ein gewisser Sandro Engel nämlich regelmäßig dermaßen über lange Rotphasen, dass er beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Das Ergebnis: eine Idee namens 'Streetpong'. Dazu werden an Ampelmasten Touchscreens installiert, auf denen man während der Rotphasen den Klassiker spielen kann. Der Clou ist, dass man dabei gegen Passanten auf der anderen Straßenseite antritt. Es zählen alle Punkte bis zur Grünphase. Dann schaltet sich das Spiel ab, bis wieder Rot ist und zwei neue Fußgänger gegeneinander antreten können.

Gemeinsam mit Kommilitonin Amelie Künzler simulierte Sandro das Projekt und stellt ein kurzes Video ins Netz, welches weltweites Interesse hervorrief. Gut zwei Jahre Entwicklungszeit, technische Hürden, Sicherheitsfragen, Entwicklungskosten, Partnersuche und Firmengründung später beginnt nun die erste offizielle Testphase des Prototyps in Hildesheim. Die Stadt unterstützt das Projekt zwar grundsätzlich, möchte aber zunächst mal vier Wochen schauen, ob sich 'Streetpong' bewährt. Sollte dem so sein, darf es dauerhaft bleiben.

Wir gehen ganz stark von einem Erfolg aus, und hoffen auf eine deutschlandweite Umsetzung dieser geilen Idee. In die Zukunft blickend möchten wir von einer Umsetzung des Klassikers 'Frogger' an vielbefahrenen Straßen jedoch abraten.