Es steht momentan nicht allzu rosig um Nintendo. Das traditionsreiche japanische Unternehmen schwächelt etwas, vor allem, wenn es um den Verkauf der Hardware geht – die Wii U blieb weit hinter dem durchschlagenden Erfolg ihrer Vorgängerin, der Wii, zurück. Wie schlecht es aber wirklich aussieht, zeigt ein Vergleich, den Eurogamer angestellt hat: So hat Sonys Playstation Network im letzten Fiskaljahr im Alleingang mehr Geld eingenommen als Nintendo in seiner Gänze.

Dies geht aus einem Tweet eines Users namens ZhugeEX hervor. Daraus wird ersichtlich, dass das Playstation Network im Geschäftsjahr bis zum 31. März eine Summe von 529,1 Mrd. Yen generierte – wohlgemerkt nur das PSN, nicht der Konzern in seiner Gänze. Im Hause Nintendo waren es hingegen 504,4 Mrd. Yen. Die generierten Umsätze betragen für das PSN demnach 88,7 Mrd. Yen (ca. 690 Mio. Euro), Nintendo bringt es auf gerade mal 32,8 Mrd. Yen (ca. 265 Mio. Euro).

PS Plus und PSN stark, Wii U abgeschlagen
Die von Sony eingenommenen Beträge fußen vor allem auf dem gigantischen Verkaufserfolg der Playstation 4 (40 Millionen Exemplare bis dato) gepaart mit den Summen, die sich aus den Playstation-Plus-Mitgliedschaften ergeben. Überdies erhält Sony Anteile an jedem Produkt, Film oder Spiel, das im Playstation Store erworben wird.

Die Wii U hat sich hingegen gerade einmal 12,8 Millionen Mal verkauft – dabei verfügt sie  über kein Abomodell mit monatlichen oder jährlichen Gebühren und die Dichte an erhältlichen Titeln ist – gerade im Vergleich zur Playstation – gering. Nintendo setzt nun auf die frisch angekündigte neue Konsole, Codename NX, die im März 2017 erscheinen wird.

Microsofts Xbox One liegt mit 20 Millionen verkauften Konsolen im Mittelfeld zwischen den beiden Konzernen – doch die Xbox-Live-Einnahmen sind im letzten Fiskaljahr um immerhin 22 Prozent gestiegen. Somit haben die Redmonder die Nase im Vergleich zu Nintendo immer noch weit vor. Die NX wird zeigen, ob „Big N“ wieder erstarken wird – Totgesagte leben bekanntlich länger.