Nach dem kürzlichen Datenklauskandal wurden die Onlinewelt und deren Nutzer hoffentlich wachgerüttelt, sich noch besser um die eigene Internetsicherheit zu kümmern. Ein beliebtes Thema dabei: sämtliche Passwörter im Netz. Die dümmsten Kennwörter der Welt hat nun eine Studie ans Tageslicht befördert.

Egal wie sicher der eigene Rechner ist, nutzt man Passwörter, die leichter zu erraten sind als die eigene Telefonnummer, hat es jeder Datendieb leicht. Auch wenn man daran nicht glauben mag, Millionen Internetnutzer sind schlampig, was dieses Thema betrifft, und reißen damit wahre Scheunentore zu den eigenen sensiblen Daten weit auf.

Diesen Missstand unterstreichen nun auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie von SplashData, die zeigt, dass viele Nutzer bei der Wahl des Passworts überaus kopflos agieren. Laut der Studie sicherten gutgläubige Nutzer ihre Zugänge zum Online-Banking, Amazon, Ebay, E-Mail-Konten, Facebook u.ä. 2013 häufig mit der Ziffernfolge „123456“ oder noch sicherer mit „password“. Beliebt sind auch die ersten sechs Buchstaben, die sich links oben auf der Tastatur finden lassen wie „qwerty“ oder bei den Franzosen „azerty“.

Hier die Top Ten im Überblick:

Platz 01 - 123456
Platz 02 - password
Platz 03 - 12345678
Platz 04 - qwerty
Platz 05 - abc123
Platz 06 - 123456789
Platz 07 - 111111
Platz 08 - 1234567
Platz 09 - iloveyou
Platz 10 - adobe123

Die ausgewerteten Passwörter stammen großteils aus den Datensätzen von Adobe, die im Herbst 2013 von einem Hackerangriff getroffen wurden. In der Liste tauchen daher auch so Klopse auf wie „photoshop“ und „adobe123“. Dazu sagte Morgan Slain, Geschäftsführer von SplashData: „Solche Einträge zeigen, dass man sein Passwort nicht am Namen der Webseite festmachen sollte.“ Um sichere Passwörter zu generieren, rät SplashData zu mindestens acht Zeichen aus einer Kombination von Buchstaben, Zahlen und anderen Elementen.

Die SplashData-Autoren geben aber auch zu: „Zufällige Kombinationen wie „j%7K&yPx$“ sind schwer zu merken. Am besten sei es deshalb, existierende Wörter mit Leer- oder Sonderzeichen zu verbinden wie „Esel#Kühlschrank#Motorhaube“ oder „Geburtstag Friedhof Reifenpanne“. SplashData rät außerdem, unterschiedliche Passwörter für unterschiedliche Dienste zu verwenden.