Während die Einen als Reaktion auf den inflationären Gebrauch von Smartphones rührselige Lieder komponieren und im Internet allen damit auf den Sack gehen, denkt man andernorts praktischer. Um diese neue Gattung Mensch, welche bekanntlich blind für die reale Umwelt ist, vor den Tücken des Straßenverkehrs zu schützen, legte man in China kurzerhand Fußwege für Handynutzer an.

Was wie ein blöder Scherz klingt, macht – wenn man sich auf unseren Straßen umsieht – sogar irgendwie Sinn. Immer mehr Fußgänger starren unentwegt auf ihr Smartphone und stellen damit eine Gefahr für sich und andere dar. Um dem entgegenzuwirken, warf man in der Stadt Chongquing nun keine jammernden Pädagogen ins Feld, sondern pinselte weiße Linien auf den Boden, welche den 'Pfad des Smartphones' von dem der regulären Fußgänger abgrenzen. Pfeile geben an, auf welcher Seite es in welche Richtung geht.

Ein gutes Beispiel dafür, wie man ein Problem zwar nicht löst, sondern lernt, damit zu leben. Der HSV kann davon ein Lied singen. Allerdings sehen wir da folgendes Problem: Wenn die Leute so auf ihren Bildschirm fokussiert sind, dass ein solcher Weg notwendig wird, wie sollen sie dann die Linien auf dem Boden sehen? Wir schlagen eine App vor, welche die Markierungen scannt und ein Warnsignal von sich gibt, sobald man den Pfad verlässt. Das wäre dann so lächerlich, dass es mit Sicherheit funktioniert!

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Quelle: Netzwelt