Wer kennt sie nicht, die Angst, dass der eigene Arbeitsplatz irgendwann von einer Maschine ersetzt oder besetzt wird, die den Job billiger, verlässlicher und besser macht als man selbst? Hey, ein Hamster, der auf einer Schreibmaschine rumläuft, könnte die Arbeit unseres Praktikanten Karl machen, also kommt diese Sorge auch nicht von ungefähr. Dass das Ganze jetzt auch Freizeitvergnügungen bedrohen könnte, konnte ja keiner ahnen. Wir präsentieren: den Kickertisch für Leute ohne Freunde.

Was sich wie ein billiger Scherz liest, ist tatsächlich wahr: Eine Gruppe findiger Studenten aus Brigham (Utah, USA) feilte zusammen mit ihrem Professor, einem gewissen D. J. Lee, an einem Kickertisch, der in der Lage ist, menschliche Gegner zu bezwingen. Dies zumindest war das erklärte Ziel, dass der Dozent für die Konstruktion an seine Studenten gerichtet hat: Baut einen Tisch, der in der Lage ist, einen menschlichen Gegner beim Kickern zu besiegen. Dieses Ziel ist den jungen Wissenschaftlern gelungen

Der Roboter arbeitet dabei sichtbasiert, d.h., er „sieht“ den Ballwechsel durch einen über dem Tisch verbauten Sensor und verarbeitet diesen Input in einem Programmcode, der auf den Erfahrungen und Verhaltensweisen menschlicher Spieler basiert. Das Ergebnis ist ein Kickertisch, der mit extrem schnellen Reaktionen aufwartet und seine Gegner zum Schwitzen bringt. Dreimal dürft ihr raten, wer das Kickerturnier am Ende gewinnt …