Das Licht ist schon längst gelöscht, doch das kalte Licht des Computerbildschirmes erhellt noch immer das Zimmer. Schlafenszeit, doch bloß für die anderen. Endlich Zeit, mal all die Dinge zu googeln, die man heutzutage so treffend mit NSFW kennzeichnet. So oder so ähnlich denken viele, weshalb sich die Suchmaschine nächtens in ein dubioses Pflaster verwandelt, geprägt von Sex, Drogen und Angst.

Am Tage sind es Suchbegriffe wie „Gratisspiele“, „News“ oder „Wetter“, doch sobald die Sonne untergegangen ist, dominieren dagegen Worte wie „Angst“ oder (natürlich) „Porno“. Das ergab eine Auswertung der Suchanfragen aus dem US-Bundesstaat New York, initiiert von der New York Times.

Nach „Porno“ wird demnach am häufigsten zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens gesucht. Wenig überraschend dreimal sooft von Männern wie von Frauen. Ab vier Uhr morgens werden aber scheinbar auch diese aktiv. Zu dieser Zeit nämlich wird besonders oft „Vibrator“ abgefragt.

Doch die Nacht dient nicht nur der sexuellen Stimulation. Auch Anfragen wie „Selbstmord“, „H.I.V.“, „Hirntumor“ oder „Herzinfarkt“ steigen um Mitternacht sprunghaft an.

Zwischen zwei und vier Uhr morgens wird es dann philosophisch: „Gibt es einen freien Willen?“, „Gibt es ein Leben auf anderen Planeten?“ oder auch „Wie drehe ich einen Joint?“

Bis dann irgendwann der Wecker klingelt und die Nummer wieder von vorne beginnt. Round and Round and Round it goes, where it stops nobody knows.