Bereits seit seiner Inkarnation vor drei Jahren stand das soziale Netzwerk von Google, Google+, unter keinem guten Stern. Die Nutzer blieben weitestgehend aus und die Zwangsverknüpfung zwischen YouTube, Google+ und allen anderen Google-Diensten half dem Netzwerk ebenfalls nicht, zumindest was Popularität angeht. Nun hat Google nach drei Jahren die Echtnamenpflicht abgeschafft und erlaubt auch Pseudonyme auf seiner Plattform.

Interessanterweise hat Google diesen Schritt nur wenige Monate nach Ausscheiden von Vic Gundotra gemacht. Gundotra war der Verantwortliche für das soziale Netzwerk. In einem Blogeintrag kündigte Google die Veränderung an: „Als wir Google+ vor über drei Jahren einführten, war es mit vielen Einschränkungen verbunden hinsichtlich des Namens, den Sie für Ihr Profil verwenden konnten. Das hat geholfen, eine Gemeinschaft zu schaffen, die aus echten Menschen besteht – aber es hat auch viele ausgeschlossen, die ohne Verwendung ihres wirklichen Namens dabei sein wollten.“

Nun entschuldigt sich Google sogar dafür, nicht eher auf die Nutzer gehört zu haben, denn durch diese Regelung wurden nicht wenige Leute ausgeschlossen, da sie ihren Echtnamen einfach nicht preisgeben wollten.

Warten wir mal ab, wie sich Google+ in Zukunft entwickelt. Facebook, das größte soziale Netzwerk, hält weiterhin an der Klarnamenpflicht fest.

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