Google hat es mit seiner Firmenpolitik und den damit einhergehenden Datenschutzbestimmungen nicht leicht. In den USA ist es seit dem Patriot Act vielleicht einfacher, an die Daten von Kunden zu gelangen, ohne Blessuren davonzutragen.

In Europa steht der US-Konzern aufgrund diverser Verletzungen von Datenschutzgesetzen unter Beschuss. Vor einer Woche berichteten wir, dass deutsche Verbraucherschützer erfolgreich gegen Google klagten.  Rechtskräftig ist das Urteil jedoch noch nicht, da Google ankündigte, in Berufung zu gehen.

Nun wollen auch die Niederländer dem Unternehmen an den Kragen und fordern eine Geldstrafe.  Google verwende die persönlichen Daten seiner Nutzer bei diversen Dienstleistungen, darunter YouTube oder der Google Websuche, ohne die Nutzer vorher darüber zu informieren. „Google spinnt ein unsichtbares Netz aus unseren persönlichen Daten, ohne unsere Zustimmung“, sagte Jacob Kohnstamm, Chef der Datenschutzbehörde College Bescherming Persoonsgegevens. „Und das ist per Gesetz verboten." Wie hoch die Strafe ausfällt, ist nicht sicher.

Zum Vergleich: In Spanien droht eine Strafe in Höhe von 1,5 Millionen Euro, in Italien etwas mehr als 1,2 Millionen Euro und in Deutschland sind es immerhin noch 1 Million Euro. Auch die Franzosen halten den Geldbeutel auf und sind hinter Google her. Hoffen wir mal, dass die Niederlande im Kampf gegen Google nicht untergehen.