Nächste Woche wird Facebook zehn Jahre alt. Zwar bringt es angeblich Unglück, Geschenke vorher zu öffnen, dennoch präsentierte der Konzern kürzlich seine Zahlen für das Schlussquartal 2013. Und eines ist mal sicher: Mit dem Ergebnis ist nicht nur das Geburtstagskind glücklich, sondern auch seine Gäste.

Und das, nachdem die Presse in den letzten Wochen quasi schon Einladungskarten zum Begräbnis des sozialen Netzwerkes verschickt hatte. Von dramatischen Userverlusten war die Rede, davon, dass die Plattform für die Jugend uninteressant geworden sei, förmlich uncool. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Ende 2013 partizipierten 1,2 Milliarden Nutzer an Zuckerbergs Vision. Das sind 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Um diese unglaubliche Zahl zu begreifen, könnte man sagen, dass nur China und Indien mehr Einwohner haben. Und das Wichtigste: 757 Millionen dieser Einwohner besuchen die Seite mindestens einmal pro Tag und tragen damit gehörig zum „Bruttosozialesnetzwerkprodukt“ der Seite bei.

Gemeint sind damit die Werbeeinnahmen, die aufgrund des Booms im mobilen Sektor um 63 Prozent gestiegen sind, und 2,6 Milliarden Dollar Umsatz generierten. Netto wanderten somit immer noch 523 Millionen auf Zuckerbergs Konto, der angesichts dessen sicherlich alles andere als Trübsal bläst.

Die Bekanntgabe der Geschäftszahlen führte natürlich zu einem Börsenklima, in dem Aktien prächtig gedeihen: 9 Prozent plus, womit das Papier aktuell 58 Dollar wert ist. Wer sich zum Börsengang für 38 Dollar pro Stück eingekauft hat, kann also frohlocken und mit seiner Weitsicht prahlen. Erst recht, wenn man bedenkt, dass 2012 von Werbeeinnahmen noch keine Rede war.

Und doch weiß jeder Börsianer, wie launisch das Wetter an der Finanzfront sein kann. Im nächsten Jahr kann es schon wieder ganz anders aussehen, denn nach der Arbeit kommt die Rente. Und darauf folgt üblicherweise der Tod!