Mit großer Freude präsentieren wir euch heute wieder einen Beitrag zum Thema 'Ideen für eine bessere Welt'. Nachdem wir schon von mit LED-Panelen gepflasterten Straßen und minderjährigen Ozeanreinigern berichten durften, möchten wir euch diesmal André Brößel vorstellen, seines Zeichens Chef der jungen Firma Rawlemon, ausgebildeter Architekt und Visionär.

Der einfallsreiche Knabe hat es sich zum Ziel gesetzt, die Solartechnik zu revolutionieren, und das dürfte ihm mit seiner Erfindung auch gelingen. Anstatt wie üblich flache, eckige Platten zu nutzen, entwarf er Sonnenkollektoren in Kugelform. Diese mit Flüssigkeit gefüllten Glas-Sphären fangen Lichtstrahlen ein wie große Linsen. Im Brennpunkt werden diese dann bis zu 20000-fach verstärkt, Fotovoltaik-Zellen und wärmebetriebene Minigeneratoren wandeln die Energie in Strom um.

Der Clou dabei: Dieses Prinzip funktioniert selbst bei wolkenverhangenem Himmel und sogar bei Nacht im Mondschein. Zudem lässt sich der Winkel über eine eigens entwickelte Schwenktechnik jederzeit optimieren. Die Rawlemon-Technologie garantiert somit eine effizientere und konstantere Versorgung mit Strom, als es mit üblichen Solarzellen bisher der Fall ist. Eine große Stärke in diesem Sektor, wenn man bedenkt, dass der Lichteinfall hierzulande zur Hälfte aus diffusem Licht besteht. Mal ganz abgesehen davon, dass die Sphären auch noch verdammt schick aussehen!

Bis zum Einsatz im großen Stil ist es allerdings noch ein weiter Weg, dessen Finanzierung Brößel derzeit über eine Crowdfunding-Kampagne auf der Webseite Indiegogo stemmt. Ihr könnt das Projekt HIER unterstützen. Sein erklärte Ziel:

„Ich möchte die Rawlemon-Technik so weiterentwickeln, dass sie in große Fensterfronten eingebaut werden kann, etwa in Bürogebäuden. Ein damit ausgerüstetes Gebäude würde mehr Energie erzeugen, als es selbst verbraucht. Darüber hinaus würden drei Viertel der Sonneneinstrahlung auf diese Weise abgefangen. Das Gebäude würde auf natürliche Weise gekühlt, gerade im Sommer.“

In vier bis fünf Jahren soll es so weit sein. Bis dahin wirft Rawlemon erst mal im September ein erstes Serienprodukt im Miniformat auf den Markt: 'Beta.ey', ein Solarladegerät für Mobiltelefone mit einer Glaskugel in portabler Größe.

Foto: rawlemon |

Quelle: Welt