Männer, verharren wir eine Minute schweigend und in Wertschätzung. Für einen unserer Geschlechtsgenossen, der Tag für Tag Unglaubliches vollbringt und erst nach und nach den Ruhm einfährt, der ihm gebührt. Die Rede ist von dem Herrn mit dem Nachnamen, der etwas unreifere Naturen – beispielsweise mann.tv-Autoren – zum Schmunzeln bringt: Colin Furze. Wer das ist? Wenn ihr fleißige mann.tv- und/oder YouTube-User seid, kennt ihr den Herrn wahrscheinlich eh. Er ist das irre Genie, das in seiner privaten Werkstatt unfassbare Dinge vollbringt – der Mann mit dem Termitwerfer, falls ihr euch erinnert.

Er hat sich eine der ikonischsten Science-Fiction-Visionen vorgenommen, die es gibt. Lange, bevor die ‘Zurück in die Zukunft’-Trilogie uns mit dem Hoverboard vertraut machte, kam Antigraph-Technologie schon in Frank Herberts wegweisendem Roman ‘Dune’ und bei ‘Star Wars’ zum Einsatz. Wer erinnert sich nicht an die atemberaubende Hochgeschwindigkeitsverfolgungsjagd auf Endor, bei der Speeder Bikes, also Hover- Motorräder zum Einsatz kam? Genauso etwas hat sich Furze in seinem Schuppen zusammengebaut.

Er selbst bezeichnet seine Erfindung als Mischung aus einem „fliegenden Motorrad“ und einem „Mixer für Menschenfleisch“. Betrachtet man das wenig vertrauenerweckende Aluminiumrohrgestell mit den zwei Motoren, an denen kanaldeckelgroße Propeller rotieren, kann man dem auf Anhieb nur zustimmen. Umso beeindruckender, dass die Maschine nicht nur abhebt, sondern sich von ihrem Fahrer durch Verlagerung des Körpergewichts steuern lässt. Nicht schlecht für etwas, woran Militärs und Hightech-Labore normalerweise ewig forschen – insbesondere, wenn man sich klarmacht, dass ein hochbegabter Klempner das Ding nahezu im Alleingang in seiner Gartenlaube zusammengezimmert hat.