Wir leben in emanzipierten Zeiten. Allerorten sieht man Männer, die als Väter mit Kindern und Baby unterwegs sind. Ob huckepack auf dem Rücken, umgebunden in einem starken Tuch vor der Brust, einfach im Arm oder auch im Buggy oder Kinderwagen. Vertreter unseres Geschlechts, die das belächeln, sind wahrscheinlich selbst keine Väter oder ziemlich rückständig. Wo, wir gerade bei „rückständig“ sind: Einen Kritikpunkt gibt es schon: So ein Kinderwagen ist irgendwie … langweilig.

Lahm, viel zu breit, miese Aerodynamik und überhaupt: Unser ästhetisches Empfinden wird von den Dingern nicht angesprochen – Männer stehen auf Kurven und Geschwindigkeit. Auf zeitlose Schönheit, aber auch auf rohe, geballte Kraft, die man per Gaspedal entfesselt. Gibt es denn keinen Konstrukteur, der in diesem Fall Abhilfe schaffen kann? Einen Visionär und Erneuerer der Branche? Der Enzo Ferrari der Kinderwagen, wenn man so will?

In Sachen Design haben wir diesen bislang nicht gefunden – aber was die Geschwindigkeitsfrage angeht, ist das Thema geklärt. Der findige Tüftler aus diesem Video weiß sich zu helfen, indem er einfach ein paar Düsen an das Teil schraubt. Das Ergebnis: ein Kinderwagen, der es auf achtzig Sachen Spitze bringt. Das ist doch schon mal ein Anfang …