Männer und ihre Bastelleidenschaft. Hätten wir von MANN.TV nur dieses eine Thema, würde das noch immer locker ausreichen, um eine komplette Webseite mit Material, Texten und Videos zu füllen. Wir hatten so viele Tüftler, dass wir langsam die Übersicht verlieren – insbesondere im Konsolenbereich. Gameboy, Mini-NES, Mini-SNES – alles schon da gewesen. Doch das hier ist neu: Der Typ baut Spielautomaten nach, so klein, dass kaum eine Briefmarke auf den Bildschirm passt.

Philip Burgess lässt uns in eine Welt abtauchen, in der man zum Zocken noch das Haus verlassen musste, um in einer Spielhalle, zu englisch: Arcade, an Automaten zu zocken. Klassiker wie ‘Galaga’, ‘Space Invaders’, ‘Asteroids’, ‘Pac Man’ oder ‘Donkey Kong’ wollten mit Münzen gefüttert werden, bevor man Hand an den Joystick legen durfte. Philip Burgess wollte sich dieses Gefühl scheinbar zurückgeben – aber im Winter vor die Tür oder sich einen Automaten von der Größe eines Kleiderschranks in die Wohnung stellen? Nein danke.

Der Amerikaner hat eine Version gebaut, die gerade mal sieben (7) Zentimeter hoch ist. Im Inneren werkelt, wie bei vielen dieser Emulatorprojekte, ein Raspberry-Pi-Einplatinenrechner, kleiner als eine Scheckkarte. Darauf läuft ein „Mame“-Emulator als Software-Herzstück für die Spiele. Als Bildschirm dient ein OLed mit 0,96 Zoll Durchmesser, hinzu kommen ein winziger Joystick sowie zwei Buttons. Laut Burgess hätte er den Automaten durchaus noch kleiner bauen können, es ging ihm nicht um einen Winzigkeitsrekord. Da er hier die Bauanleitung gepostet hat, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Tüftler Burgess‘ Variante noch verkleinern – ob man(n) dann darauf noch spielen kann, ist eher fraglich.  

Quelle: 20min.ch