Jetzt ist es amtlich: E-Zigaretten können tödlich sein! Zumindest für euren Rechner. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gab anlässlich des letzten Weltnichtrauchertages eine entsprechende Warnung heraus. Denn wer seine E-Zigarette via USB-Port am PC auflädt, läuft Gefahr, sein System mit Malware zu infizieren.

In der Mitteilung des BSI heißt es, dass Cyber-Kriminelle auf diese Art in der Lage sind, Schadsoftware auf euren Rechner zu schleusen. Denn im Falle der E-Zigaretten wird mit dem USB-Port eine potenzielle Schwachstelle genutzt, wenn diese vom Computer als Haupteingabegerät wie beispielsweise eine Tastatur erkannt und mit entsprechend vielen Zugriffsrechten ausgestattet werde.
Wird nun in einem Gerät mit USB-Stecker ein Mikrochip versteckt, der einen schädlichen Code enthält, kann dieser über den USB-Port direkt in den Rechner gelangen, und zwar ohne von einer Firewall aufgehalten zu werden.

Dies ist in der Vergangenheit bereits geschehen. Berichte sprechen von einem Fall in China, bei welchem ein günstiges Modell Malware mit an Bord hatte, die sich nach dem Anschluss der E-Zigarette über den USB-Anschluss auf dem Rechner ausbreitete.

Die Empfehlung des BSI lautet, generell keine Geräte an den USB-Port anzuschließen, die von zweifelhafter Herkunft seien. Das gelte letztendlich natürlich nicht bloß für E-Zigaretten, sondern für jegliche Geräte mit USB-Anschluss, wie etwa USB-Sticks oder USB-Gadgets. Zum Aufladen von E-Zigaretten sei es zudem empfehlenswert, sich ein USB-Ladegerät anzuschaffen. Eine Empfehlung, mit dem E-Zigaretten-Rauchen aufzuhören, gibt das BSI indes nicht.