Die Menschheit und der Traum vom Fliegen – zwei Themen, die wohl auf ewig zusammengehören. Zumindest noch so lange, bis wirklich jeder auf unserem Planeten irgendetwas in seinem Besitz haben wird, das ihm ermöglicht, gefahrlos und preiswert in die Lüfte zu steigen. An diesem Traum arbeitet das Unternehmen, von dem dieses Video stammt, seit vielen Jahren – und präsentiert sein Ergebnis: Das „Blackfly“.

Dabei handelt es sich weder um ein Flugzeug noch um eines der immer wieder auftauchenden fliegenden Autos, sondern um ein „ultraleichtes, vollelektrisches Fluggerät, das extrem kurze, vertikale Starts und Landungen erlaubt“. Oder in Form einer kürzeren, englischen Abkürzung: ein ESTOL/VTOL. Damit möchte das Unternehmen Opener das persönliche Luftreisen revolutionieren – und ein bisschen scheint das gelungen.

Zugelassen für den Luftverkehr ist das Blackfly bereits in den USA und in Kanada, mitfinanziert wurde es von Google-Gründer Larry Page. Die Reichweite des Blackfly beträgt etwas über 60 Kilometer, seine Reisegeschwindigkeit bis zu 115 km/h. Die an eine riesige Drohne erinnernde Rotormaschine ist aber nicht nur voll flugfähig und soll besonders sicher für Laien sein, weil man sich damit nicht überschlagen kann.

Schwimmfähig und absturzsicher

Das Blackfly ist zudem komplett amphibisch und sieht daher nicht nur durch Zufall wie eine Art Boot aus. Laut Opener könne im Prinzip jeder ein solches Ding mit minimalem Training fliegen, ein Ultraleichtflugzeug-Führerschein genüge (in Kanada). Die besonders schwierigen Passagen des Fliegens, Start und Landung, werden vom Bordcomputer unterstützt, ein Autopilot kann es per GPS zu einem vorprogrammierten „Home“ zurücklenken.

Das Gerät verfügt über gleich drei redundante Rotor-Systeme als Antrieb, die ausfallsicher sein sollten, als optionales Feature kann man sich auch einen „ballistischen Fallschirm“ montieren lassen, wenn man den Propellern nicht vertraut. Versagen alle drei Systeme, soll das Blackfly alleine zur Landung gleiten, statt wie ein Stein zu fallen – der Rotor-Konstruktion sei Dank.

Ein Preis ist noch nicht bekannt, Opener verortet ihn aber irgendwo „bei einem SUV“. Nicht, dass das etwas heißen würde, auch dort herrscht eine gewaltige Preisschere. Günstiger als ein echtes Flugzeug samt Flugschein dürfte es aber werden.

Quelle: jalopnik.com