Eine Zukunft ohne Ampeln – für welchen Autofahrer klingt das nicht absolut fantastisch? Geht es nach Fords Abteilung für automobile Innovationen, soll diese Zukunft irgendwann Wirklichkeit werden. Doch Hand aufs Herz: Schaut man sich dieses Video davon an, wie so etwas in Zukunft vonstattengehen soll, mag der eine oder andere das technisch hochinteressant finden – für andere sieht es einfach nur gruselig aus.

Man stelle sich einen belebten Kreisverkehr in Berlin oder Rom oder Ampelkreuzungen in Mumbai vor – und das, was in diesem Video zu sehen ist, vertausendfacht. Irre. Ford zufolge verbringen Menschen pro Jahr im Durchschnitt satte zwei Tage damit, an Ampeln herumzustehen – dem hat der Autokonzern den Kampf angesagt. Die radikale Idee: Verkehrsignale dieser Art einfach komplett zu entfernen.

„IMP“ nennt der Autobauer sein Konzept, „Intersection Priority Management“ – zu deutsch „Verwaltungssystem für Kreuzungsvorrang“. Das System basiert auf einer Technologie, mit der Fahrzeuge im Nahbereich untereinander kommunizieren. Nähern sich mehrere davon einer Kreuzung, gibt das System den Fahrern die Idealgeschwindigkeit an, mit der sie einfach auf die Kreuzung zufahren sollen, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu treffen.

Ergebnisse aus Beobachtungen von Menschenmengen

Nein, ihr habt euch nicht verlesen, es gibt bislang kein Automatisierungssystem, welches das für euch regelt – ihr selbst müsst euch an das genau berechnete Tempo halten, damit alles glattgeht. Allerdings plant das Unternehmen, auch autonomen Fahrzeugen aus eigenem Hause IMP beizubringen. Ford schwört darauf, dass ihr damit nie wieder an einer Kreuzung anhalten werdet – und so jede Menge Zeit und vor allem Sprit spart.

Auch die Sicherheit soll immens verbessert werden. Den Studien des Autobauers zufolge ereignen sich 60 Prozent aller Unfälle an Kreuzungen. Seine radikal klingende Idee hat das Unternehmen übrigens nicht aus dem Autoverkehr, sondern aus Beobachtungen von Fußgängern und wie diese richtig timen, sich durch belebte Menschenmengen zu bewegen. Die simple Logik, die ihr selbst durch Beobachtung bestätigen könnt:

Menschen bleiben so gut wie niemals stehen, um zu vermeiden, ineinander zu krachen, sondern verlangsamen oder beschleunigen lediglich ihren Gang, um einen Kontakt zu vermeiden. Andererseits sind die aber auch nicht so flott unterwegs wie Kfz…