Viele haben sicherlich schon davon gehört, aber was genau ist eigentlich eine sogenannte „Rail Gun“? Bei diesem äußerst zerstörerischen Stück der Tötungskunst handelt es sich um eine Waffe, die mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen ein Projektil entlang zweier parallel laufender Schienen massiv beschleunigt. Soll heißen, dass in dem Falle Strom die sonst üblichen Treibladungen von Raketen oder sonstigen Geschossen ersetzt. Diese Technik ermöglicht enorm hohe Mündungsgeschwindigkeiten!

Die damit erreichte kinetische Energie ist gigantisch und resultiert in einer entsprechend hohen Zerstörungskraft. Immerhin fliegen die Geschosse mit Mach 7 siebenmal schneller als der Schall. Das sind rund 2382 m/s! Kein Wunder also, dass das US-Militär ganz heiß auf ein solches Teil ist. Tatsächlich wird bereits seit den 80er Jahren mit Rail Guns experimentiert, die bis heute als Zukunftsmusik galten. Doch das dürfte sich bald ändern!

Denn die Kriegsmarine der Vereinigten Staaten will nun eine Rail Gun auf einem Joint High Speed Vessel (JHSV) erproben, einem Schiff, welches nicht nur Soldaten und leichte Fahrzeuge zum Einsatzort transportieren, sondern auch Kampfpanzer und Hubschrauber über See bewegen kann. Die US-Marine arbeitet hierzu mit General Atomics und BAE Systems zusammen.

Wie US-Medien berichten, soll nach den Tests eine funktionstüchtige Rail Gun auf einem Tarnkappen-Zerstörer der Zumwalt-Klasse zum operativen Einsatz kommen. Und zwar auf der USS Lyndon B. Johnson, deren Gasturbinen mit ihren 78 Megawatt den nötigen Strom erzeugen können, der für die Rail Gun erforderlich ist. Die futuristische Waffe soll dann eine ursprünglich vorgesehene 155mm-Kanone ersetzen, die Raketengeschosse abfeuert. Die Indienststellung des Zerstörers ist für 2018 geplant.