Wieder einmal sitzt Apple auf dem Platz des Angeklagten und Apples Anwälte freuen sich über Beschäftigung. Oder etwa doch nicht? Eine kuriose wie irrsinnige Klage erheitert derzeit sämtliche Gemüter – es sei denn, man ist ein prüder Amerikaner. So wie Herr Chris Sevier, der das Unternehmen nun in seiner Heimatstadt Nashville verklagte.

Sevier verlangt von Apple, dass sämtliche Geräte mit einem standardmäßigen Sicherheitsmodus ausgestattet werden. Als Schutz vor Internetseiten mit pornografischen Inhalten. Personen über 18 könnten im Anschluss an die Abgabe ihres Geburtsdatums bei Apple ein Passwort einfordern, welches die Pornos freigibt. Kunden unter 18 sollen natürlich keinen Zugriff auf das Passwort erhalten.

Der Grund für die Klage ist simpel: Chris Sevier hält Apple für ein familienfreundliches Unternehmen, welches sich um das Wohl der amerikanischen Jugend gesorgt und stets pro-amerikanische Werte gefördert habe. Wer bereits die Stirn runzelt, dürfte die laut Sevier schwerwiegenden Folgen von Pornografie-Konsum herrlich belustigend finden. Pornografische Inhalte führen Seviers Ansicht nach nämlich zu Sexsucht, Menschenhandel, Prostitution und sorgen für unzählige zerstörte Leben.

Zumindest hat Herr Sevier, der im wahren Leben Musiker ist, sein Publikum gefunden und die Aufmerksamkeit erhalten, die er so dringend gesucht hat. Glückwunsch!

Quelle: giga