Nach dem bahnbrechenden Erfolg des Kickstarterprojektes OUYA, einer Android-Spielekonsole, welche zum Kampfpreis von knapp über 100 Euro auf den Markt geworfen wurde, wurden viele Firmen hellhörig. Gibt es tatsächlich einen Markt für Smartphone- und Tabletspiele, welche man auf dem großen Wohnzimmerfernseher spielen kann?

Obwohl das Kickstarterprojekt sehr erfolgreich war, lassen die Verkaufszahlen nach wie vor zu wünschen übrig. Schuld daran trägt vermutlich die negative Berichterstattung im Vorfeld: schlecht verarbeiteter Controller, ein instabiles Betriebssystem und eine kleine Auswahl an Spielen. All diese Dinge und noch mehr trübten den Eindruck der Konsole gewaltig. Das Feature, welches viele Gamer wohl am interessantesten finden, ist die Möglichkeit, Emulatoren auf der OUYA installieren zu können. Damit können wir Klassiker aus alten Nintendo-, Amiga-, C64- oder Sega-Zeiten wiederbeleben und auf dem Wohnzimmerfernseher abspielen.

Neben OUYA möchten wie eingangs erwähnt auch andere Firmen auf den vermeintlichen Erfolgszug aufspringen. Alternativen sind unter anderem das Mojo von MadCatz, welches jedoch mit einem stolzen Preis von knapp 280 Euro daherkommt, dafür aber Nvidias Tegra 4 Grafikchip sowie 2GB Arbeitsspeicher und 16 GB integrierten Flashspeicher bietet. Für den Aufpreis gegenüber der mehr als halb so teuren OUYA bekommt man nicht nur eine leistungsstärkere Android-Konsole, sondern auch einen deutlich besser verarbeiteten Controller. Logisch, ist MadCatz doch schon länger im Peripherie-Business unterwegs.

Angeblich arbeiten derzeit auch Amazon und Google an Eigenentwicklungen, um Android-Spiele ins Wohnzimmer zu transportieren. Wann dies der Fall sein wird, ist jedoch unklar: Gerade nach Googles deftigem Google-TV-Flop muss sich das Unternehmen sicherlich erst einmal einige Alternativen überlegen.

Quelle: gamestar.de