Jahr für Jahr wandern Unmengen von Papier in die Tonne – oder schlimmer noch: in den Wald. Nach dem Motto „Der Umwelt zurückführen“ – was nicht nur Naturschützer, sondern wahrscheinlich auch jeden mit gesundem Menschenverstand stört. Onlinehändler Amazon hat nun per Facebook angekündigt, dass man künftig auf Papierrechnungen verzichten wolle. Als Grund schiebt Amazon die Umwelt vor.

„Der Umwelt zuliebe werden wir den Paketen zukünftig keine Rechnungen mehr beilegen.“ Die Kunden sind verärgert und fordern stattdessen weniger Flyerwerbung in den Paketen. Die Rechnungen können zwar immerhin noch online eingesehen sowie bei Bedarf ausgedruckt werden, aber dafür kommt auch letztendlich der Kunde mit Kosten für Tinte und Papier auf.

Ob Amazon in Deutschland das Ganze überhaupt so durchbringen kann, ist fraglich. Denn im deutschen Umsatzsteuergesetz heißt es: „Rechnungen sind auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Empfängers elektronisch zu übermitteln.“ Ob Amazon einfach eine fiese Klausel in die AGB schiebt, die diese Zustimmung ermöglicht, bleibt abzuwarten. Kunden fordern, dass man sich wenigstens per Option aussuchen könne, ob man eine Papierrechnung wünscht oder nicht, denn viele benötigen die Papierrechnung wirklich nicht.

Wie sieht es bei euch aus? Papierrechnung – ja oder nein?

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