Playstation 3 – Action-Abenteuer, wie im Kino!

In der dritten Runde gerät der erfolgsverwöhnte Gigant ins Straucheln. Zwar stellt man im November 2006 mit der PS3 ein potentes System in den Handel, welches mit der Blu-Ray im HD-Sektor auf das richtige Pferd setzt. Doch die ein Jahr früher erschienene Xbox 360 hat bereits treue Fans gewonnen, und selbst die in technischer Hinsicht schwachbrüstige, dafür aber innovative neue Nintendo-Kiste Wii läuft der PS3 in dieser Generation den Rang ab.

Schuld daran ist nicht zuletzt der hochgepriesene Cell-Chip, welcher trotz seiner theoretischen Fähigkeiten die Achillesferse der PS3 werden sollte. Aufgrund der äußerst komplexen Technik geben sich die Entwickler kaum Mühe, ihre Spiele für die PS3 zu optimieren, sodass Multiplattformtitel auf der günstigeren 360 meist genauso gut aussehen. Des Weiteren musste der Controller zumindest in der Anfangszeit ohne die liebgewonnene Rumble-Funktion auskommen, und versuchte stattdessen mit einer Bewegungssteuerung zu überzeugen, die am Ende niemanden interessierte. Abermals enttäuscht das Start-Lineup, abermals gibt es Lieferengpässe.

Sony verliert in dieser Zeit viele Exklusiventwickler, und große Namen wie Final Fantasy oder GTA erscheinen erstmals auch auf der Xbox. Fans der Metal-Gear-Reihe kommen dagegen nach wie vor nicht um den Kauf einer PS3 herum und spätestens nach Veröffentlichung des grandiosen Uncharted 2 aus dem Hause Naughty Dog gehen Spöttern die Argumente aus. Bis auf QuanticDream, die mit Heavy Rain und Beyond: TwoSouls Games auf Hollywoodniveau inszenieren, spielt kein anderer Entwickler das PS3-Klavier derart virtuos.

Und so bleibt es auch völlig zu Recht Naughty Dog vergönnt, diese Konsolengeneration mit dem gewaltigen The-Last-of-Us-Paukenschlag zu beenden. Eine Generation, die Sony mit 'nur' 80 Millionen abgesetzten Einheiten Demut lehren sollte.

Playstation 4 – Die Zukunft ist jetzt!

Die vierte Playstation beweist, dass man bei Sony in der Lage ist, aus Fehlern zu lernen. Die Architektur kommt äußerst entwicklerfreundlich daher, während das Gesamtkonzept voll aufs Zocken ausgelegt ist, wie Gamer es seit vielen Jahren kennen und lieben. Allerdings trägt Microsoft nicht unwesentlich zu dem pränatalen Beliebtheitsvorsprung bei.

Mit seiner arroganten Haltung Kundschaft und Drittherstellern gegenüber verspielt der Konzern aus Redwood innerhalb kürzester Zeit nahezu sämtliche Sympathien, die er sich mit der Xbox 360 zuvor verdient hatte. Zwar wendet Microsoft sich in der Folgezeit vom steten Onlinezwang, der Gebrauchtspielsperre und Kinect ab, doch es ist zu spät. Die nachtragende Zockergemeinde wendet sich kollektiv der Playstation 4 zu, die spielerfreundlich und zudem auch noch günstiger ist.

Die Markteinführung im November 2013 verläuft mit Lieferengpässen Sony-typisch. Auch das Spiele-Line-up ist wie üblich ziemlich schmalbrüstig – Ein Killzone: Shadow Fall zeigt zwar schon, wo die Reise optisch hingeht, aber es sollte noch dauern, bis Titel erschienen, die sich zu Recht 'Next Gen' nennen durften. Mittlerweile läuft die Sache jedoch rund. Die Playstation 4 steht bereits in über 18,5 Millionen Haushalten, der Zufluss an hochkarätiger Software ist mit Blick auf die Releaselisten auf lange Sicht garantiert und Sony herrscht wieder unangefochten über den Konsolensektor. Insofern kommen Entwickler, die etwas auf sich halten, um die PS 4 nicht herum.

Tja, und wir als Spieler folglich ebenso wenig. Insofern freuen wir uns auf eine glorreiche Zukunft der PS4 und hoffen, dass Sony einem Motto treu bleibt, mit dem die Herrschaften den Videospielmarkt recht treffend beschrieben haben: This is for the Players!

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