Unboxing

Zum Lieferumfang des A9s gehören das Gerät nebst Ladestation und Adapter-Kabel, eine Fernbedienung und der sogenannte Invisible-Wall-Sender (beides mit Batterien), ein 600 ml großer Staubtank sowie ein 300 ml fassendes Wischmodul mit zwei Mikrofasertüchern, ein zusätzlicher Feinpartikel-Filter, zwei Ersatz-Seitenbürsten, eine V-Borsten-Bürste, ein Reinigungswerkzeug und die Bedienungsanleitung plus Quick-Guide.

Der mit gerade mal 7,6 cm erstaunlich flache Putzroboter aus Aluminium und Kunststoff macht gleich auf den ersten Blick mit seinem schicken Vinyl-Schallplatten Look in Carbon Black einiges her und dabei einen äußerst wertigen Eindruck. Gleiches lässt sich von der mit kuriosen Übersetzungsfehlern gespickten Anleitung zwar nicht sagen, allerdings ist der A9s ziemlich selbsterklärend. Wer das Design nicht mag, kann seinen ZACO übrigens mit allerhand separat erhältlichen Skins auch individuell gestalten.

Wir platzierten gemäß der Anleitung – die uns mit Wortkreationen wie „Staoruhbandevist“ oder „nachzufoüdllernum“ so manches Rätsel aufgibt – zunächst die Ladestation, die im Idealfall links und rechts einen Meter sowie vorne zwei Meter Platz haben sollte. Wie sich im Laufe der Testphase aber zeigen sollte, findet der A9s auch dann stets zuverlässig seine Station, wenn wir diese mit deutlich weniger Seitenabstand zu einer Wand positionierten. Dicker Pluspunkt!

Auf unbekanntem Terrain

Nach dem Einschalten begrüßte uns der kleine Kerl mit einer etwas schwer zu verstehenden weiblichen Stimme und wurde sogleich zum Laden auf die Station gestellt. Währenddessen beschäftigten wir uns mit der altmodisch anmutenden Fernbedienung, programmierten probehalber den täglichen Putzbeginn und wunderten uns, weshalb man nicht auch einzelne Tage wählen kann. Was das betrifft, wurden wir später aber in der App fündig, mit der sich unter anderem ganz bequem ein wöchentlicher Putzplan festlegen lässt.

Als der A9s dann schließlich seinen ersten Dienst antrat, beeindruckte er sogleich durch seine Geländegängigkeit. Schwellen und hohe Teppiche sind keine Hindernisse für den tapferen Burschen, der zu unserer Überraschung sogar problemlos den Standfuß eines Wäscheständers überwand. Potentielle Störfaktoren wie Kabel, Schnürsenkel und einzelne Socken gilt es im Vorfeld aber natürlich zu sichern. Der fortan von uns "Wall-E" getaufte A9s erfasst den Raum dabei dank einer 360° HD-Kamera, zog von unseren neugierigen Blicken ungerührt seine Zick-Zack-Bahnen verblüffend effektiv durch den äußerst verwinkelten Grundriss, und drang durch seine niedrige Bauweise dabei sogar in Galaxien unter Möbeln vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte.

Der Staubtank lässt sich im Anschluss ganz einfach entfernen und über den Mülleimer entleeren. Dabei zeigte sich im Laufe der Testwochen immer wieder, wie gründlich die zwei Seitenbürsten in Zusammenarbeit mit der V-förmigen Hauptbürste an der Unterseite des Gerätes arbeiten. Erstaunlich was da alles so zusammenkommt. Sowohl die Seitenbürsten als auch die Hauptbüste, wahlweise mit Gummi-Lammellen oder Borsten, lassen sich einfach abnehmen, um sie (vor allem von langen Haaren) zu reinigen oder ganz auszutauschen. In der App gibt es sogar ein Menü, in dem die Lebenszeit der einzelnen, nachzubestellenden Komponenten in Prozent angegeben wird.