Wasser-„Klumpen“ stoppt Eisenkugeln: Faszinierende Experimente mit Mais-Stärke – Was passiert, wenn man Maisstärke und Wasser vermengt? Man bekommt flüssigen Soßenbinder und je nach Mischverhältnis eine ziemliche Pampe, die noch dazu nicht besonders angenehm schmeckt. Mit diesem harschen Urteil tut man dem Gemenge jedoch unrecht. Denn was man zudem erhält, ist ein reines Wunder: Ein sogenanntes „nichtnewtonsches Fluid“, wie der Physiker sagt. Und damit lässt sich allerhand lustiges Zeug anstellen, wie das Video zeigt.

Als newtonsches Fluid bezeichnen die Experten jede Flüssigkeit bzw. jedes Gas, bei dem die sogenannte Scherspannung beim laminaren Fließvorgang sich entsprechend der Fließgeschwindigkeit verhält. Sagt die Wikipedia. Oder einfacher ausgedrückt: Gießt man newtonsche Flüssigkeiten wie etwa Wasser aus, fließen diese verwirbelungsfrei und ihre Schichten vermengen sich während des Ausgießens nicht. Ihre Viskosität bleibt dabei unverändert, soweit der Verfasser das mit seinem laienhaften Physikwissen noch auf die (molekulare) Kette bekommt.

Nichtnewtonsches Fluid verfügt hingegen über eine sich ändernde Viskosität, die sich mal mehr wie eine Flüssigkeit, mal mehr wie ein Festkörper verhält. Daher kommt auch bei den Physikern wohl nur der Begriff Fluid zum Einsatz. Es handelt sich um einen Brei, der im richtigen Verhältnis angerührt, eine Suspension ergibt. Das heißt, Wasser und die enthaltenen Feststoffe vermischen sich nie richtig, eingerührte Substanz löst sich nicht (auf).

Besonders gut klappt dies mit Maisstärke, wie auch dieses Video beweist. Denn das Ergebnis eines solchen Versuchs erlaubt es, einerseits vergleichsweise mühelos etwas in das Fluid einzutauchen – doch wenn man etwa mit der Faust darauf schlägt, ist das Ergebnis höchst verblüffend. Denn einzelne eigentlich schwache Substanzen werden als Suspension plötzlich superstark und halten selbst einer fallenden Eisenkugel kurz stand, bevor diese dann normal einsinkt.