In Deutschland mangelt es an Handwerkern. Das liegt daran, dass immer mehr junge Menschen nach der Schule studieren gehen, anstatt sich für eine Ausbildung zu entscheiden, oder eine Karriere als Influencer, Sänger oder Model anstreben. Schon seltsam, wie sich die Werte verschoben haben. Vor gar nicht allzu langer Zeit hieß es noch, Handwerk habe goldenen Boden, und nun möchte plötzlich jeder irgendwie ein Star sein.

Da dies üblicherweise mit einem gewissen Reichtum einhergeht, ist der Wunsch nach Berühmtheit natürlich durchaus verständlich. Auch dass sich die Frauen reihenweise um einen scharen, hat zweifelsohne seinen Reiz. Aber wenn es eines Tages nur noch einen Handwerker gibt, der Häuser bauen, das Auto reparieren oder ein Klo installieren kann, während alle anderen ihre Zeit damit verschwenden, irgendwelche Artikel auf YouTube in die Kamera zu halten oder banale Pop-Songs zu trällern, fragt euch mal, wer dann der wirkliche Star ist!

Letzten Endes wollen wir alle doch nur bewundert und geliebt werden. Doch dazu muss man etwas leisten, je nachdem, ob man sich in der wirklichen oder in einer Scheinwelt bewegt. Auf dem roten Teppich reicht es bereits, gut auszusehen und Trends zu setzen. Aber was nutzt das, wenn es darum geht, sich eine Holzhütte im Wald zu bauen? Richtig: Nichts! Es wird der Tage kommen, an dem ein Handwerker die Klum mit den Worten „Ich habe heute leider keinen Termin für dich“ nach Hause schickt. 

Die Jungs aus dem folgenden Video verdeutlichen recht gut, worum es uns bei dem ganzen Gelaber hier eigentlich geht. Scheiß auf Fame, Glamour oder vergoldete Zähne. Lass uns lieber eigenhändig eine Hütte bauen. Nur aus Holz, mit Stroh und Schafswolle als Isolierung, ohne Strom … und wenn es drei verdammte Jahre dauert.

Wer so etwas kann, oder es zumindest wagt und dabei lernt, der ist wahrhaft reich. Und wisst ihr was? Auch Handwerker haben Groupies. Nur dass die halt „Frauen“ heißen!