Wir schreiben das Jahr 2017. Die Chance ist entsprechend hoch, dass ihr, die ihr diese Zeilen lest, zu den Leuten gehört, die was im Internet bestellen. Das „Internet der Dinge“, wie man sagt, erlaubt es uns heute mit nur einem Klick alle materiellen Träume in kürzester Zeit erfüllt zu bekommen – bis an die Haustür. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Doch wie genau läuft das bei Amazon und Co. in den Warenhäusern ab? Wer koordiniert solche Mengen an Material? In diesem Video sieht man, wer den Angestellten in einem Onlineversand-Warenhaus zur Hand geht: Roboter.

Als Laie kratzt man sich verblüfft am Kopf, stellt man sich vor, was für Unmengen an Bestellungen jeden Tag in Deutschland, geschweige denn weltweit, bei nur einem Onlineversand eingehen. Die Logistik hinter dem Ganzen, der Verwaltungsaufwand sowie die Koordination der Bestellungen – der Wahnsinn. Vor allem, seit mehr und mehr Unternehmen planen, Lieferungen am gleichen Tag beim Kunden eintreffen zu lassen: Da muss nicht nur auf der Straße bei den Versandfahrern jeder Handgriff sitzen und darf kein Paket verloren gehen, der Arbeitsaufwand fängt bereits im Warenhaus an.

In diesem chinesischen Versandunternehmen gehen den Arbeitern drum Dutzende Roboter zur Hand. Die rollenden Tabletts sind mit Scannen ausgestattet und lesen die Barcodes auf den für den Versand vorzubereiten Paketen. Auf diese Weise bringen Sie sie genau zum Bestimmungsort im Verteilzentrum, Fehler sind laut Video praktisch ausgeschlossen. Wie das in Bewegung aussieht, ist einfach nur beeindruckend und erinnert an die perfekte Koordination von Ameisen oder Fischschwärmen. 200.000 Pakete stemmen die orangen Maschinchen im wahrsten Wortsinn jeden Tag, rund um die Uhr. Beeindruckend, aber für Technikpessimisten auch ein bisschen gruselig.