Manche Leute bringen für ihre Gratifikation und einen Bonus ein paar mehr Staubsauger an der Tür an die Frau oder verkaufen ein Auto im Monat mehr. Dieser Typ lässt sich lieber beschießen, um zu zeigen, wie ausgereift sein Erzeugnis ist! Mit einem Sturmgewehr. Er vertraut seinem Produkt – der Mann stellt Panzerglas her – dermaßen, dass er mit seinem Leben dafür geradesteht.

Wohl nur die wenigsten von uns kämen auf die wahnwitzige Idee, sich freiwillig beschießen zu lassen. Noch dazu mit einer erklärten Kriegswaffe wie einem Maschinenkarabiner Marke Kalaschnikow, der klassischen AK47. Mit einer Waffe, die sich aufgrund ihrer legendären Verlässlichkeit, Unempfindlichkeit gegen Hitze, Kälte oder Dreck, Feuergeschwindigkeit und Präzision als eine der beliebtesten überhaupt erfreut. Eine Waffe, so legendär, dass sie sogar manche revolutionäre Nationalfahne schmückt und es Minarette in Bagdad gibt, die ihrem Aussehen nachempfunden wurden.

In den meisten Versionen und Nachbauten hat dieser Maschinenkarabiner ein Kaliber von 7,62 mm. Durch dünne Stahlplatten, Sandsäcke oder Ziegelwände soll die Waffe mühelos feuern können, behauptet die Popkultur – umso beeindruckender, wenn ein Hersteller für Panzerglas seinem Produkt so sehr vertraut, dass er sich von seinem Assistenten hinter einer Autorückscheibe mit genau diesem seit Jahrzehnten bewährten Todbringer unter Feuer nehmen lässt …