Wenn Menschen unzufrieden werden, gehen sie irgendwann auf die Straße. Wenn Menschen auf die Straße gehen, weil sie unzufrieden sind, werden andere nervös. Insbesondere die Polizei sieht sich – je nach Gesellschaftsform, Wohlstand und Stimmungslage einer Gesellschaft, mit dem Risiko konfrontiert, dass aus einer Demonstration rasch ein Mob werden kann, wenn die Stimmung umschlägt. Daher forscht die Sicherheitstechnik seit Jahrzehnten nach Mitteln, um solche Zusammenballungen möglichst gewaltarm aufzulösen. Eine dieser Ideen ist die „Vortex-Kanone“.

Die Idee hinter dieser „Crowd Control“-Waffe: Ein Vortexring, im Prinzip ein überschallschneller Gasring, wird auf eine wütende Meute abgefeuert. Dieser hat bis zu einer gewissen Reichweite theoretisch die Kraft, Menschen umzuwerfen. Doch der Primärzweck ist eben der Trägerstoff, das Gas – im Zusammenspiel mit der Wucht des Ringeinschlags können auf diese Weise – in der Theorie – Reizstoffe oder Chemikalien sowie färbende und/oder klebrige Substanzen „an den Mann“ gebracht werden.

Zu ungenau

Doch bislang hat die Waffe es bis dato (lt. Wikipedia) über das Experimentalstadium nicht hinausgeschafft. Sie ist zu ungenau und unpraktisch. Doch wann hätte so etwas das Fernsehen je davon abgehalten, sich einer Sache anzunehmen? Im Zuge eines Formats namens ‘Bang goes the Theory’ hat die britische BBC sich am Märchen von den drei kleinen Schweinchen und dem Wolf, der ihre Häuser umpusten will, versucht.

Nur dass der Wolf in diesem Video eben eine Vortex-Kanone ist, die mit 150 Litern der explosivsten vorstellbaren Gasgemische geladen ist. Den „Häusern“ bekommt die Behandlung nicht gut. Wobei, vielleicht hätte man die Ziegel in der letzten Szene ja mal mit Mörtel zusammenhalten können? Egal, beeindruckend ist die Wirkung der Kanone allemal.