Was ist das eigentlich für ein Ding mit diesen Schusswaffen? Der Autor dieser Zeilen verspürt definitiv nicht das geringste Interesse daran, einem anderen Lebewesen Leid zuzufügen – auch wenn entsprechende Gedanken vor dem ersten Kaffee durchaus mal durch den Kopf geistern – und doch ist er fasziniert von Ballermännern aller Art.

Womöglich ist es der Tatsache geschuldet, dass Zeit seiner Kindheit in US-Action-Serien die Waffen häufiger sprachen als die Protagonisten. Ein weiterer Grund ist wohl auch, dass er das große Glück hatte, in Friedenszeiten aufzuwachsen, den Schrecken der Tötungsmaschinerie von daher nie hautnah erleiden musste, und Pistolen, Gewehre und Raketen deshalb mit Popkultur und unterhaltsamen Medien wie Comics, TV und Videospielen in Verbindung bringt.

Muss man sich dafür schämen? Nein, sicher nicht. Zumindest nicht, solange man zwischen Fiktion und Realität unterscheiden kann und sich stets vor Augen hält, was Waffen in den falschen Händen anrichten können. Denn auch wenn sie in „Terminator 2“ einen denkwürdigen Auftritt hatte, und Claire Redfield in „Resident Evil 2“ den Arsch rettet, wollen wir nicht wirklich in der Nähe sein, wenn jemand mit einer Minigun feuert.

Zur Befriedigung unserer destruktiven Gelüste gibt es ja schließlich Videos, die von Fachleuten unter kontrollieren und sicheren Bedingungen aufgenommen wurden. So auch das folgende, in dem die Waffennarren von „FullMag“ demonstrieren, was kugelsicheres Glas der M61 Vulcan, einer hydraulisch angetriebenen sechsläufigen 20mm-Gatling-Maschinenkanone mit elektrischem Feuermechanismus, entgegenzusetzen hat. Ihr ahnt es sicherlich schon.