Das Internet hat eine ganz besondere Gattung Mensch ans Tageslicht gebracht, oder diese vielleicht gar erst gezeugt: Bastler, die mit einem unfassbaren zeitlichen Aufwand unglaublich kleinteilige Konstrukte entwerfen, nur um diese dann wieder zu zerstören. Und warum? Weil es cool aussieht!

Derlei sinnlose Hobbys gab es zwar auch schon in der Prä-YouTube-Ära – man denke nur mal an den „Domino-Day“ seinerzeit auf RTL – aber seit uns das Netz quasi unbegrenzt Publikum generiert, rentiert sich die kreative Zerstörung auch für den kleinen Mann.

Und damit auch für Menschen, die sich vielleicht nicht unbedingt mehrere Millionen bunter Plastiksteine leisten können, dafür aber immerhin Unmengen an Streichhölzer und ein paar Patronen Heißkleber. Und was sich daraus mit etwas Geduld und Geschick alles so basteln lässt, imponiert uns immer wieder.

Man denke nur mal an den putzigen kleinen Streichholzpanzer, den aufwändigen Mähdrescher oder gar den sehr gelungenen Schädel.

Neben derlei filigranen Kunstwerken gibt es aber auch Konstrukte, die eher auf Masse und damit auf den größeren Effekt beim eigentlichen Highlight des ganzen Prozesses setzen. Nämlich das Entzünden.

Ganz besonders denkwürdige Bilder bescherte uns seinerzeit die Kugel aus 42.000 Zündhölzern. Doch das Video von heute will es toppen. Mehr als 100.000 Streichhölzer finden sich hier standesgemäß zu einem imposanten Vulkan zusammen. Eine irre Arbeit, die mutwillig zu vernichten die knapp 45 Millionen Klicks mehr als verdient hat.