Wenn es auf unserer Welt wirklich so etwas wie eine perfekte Erfindung geben sollte, die in ihrer Grundform unerreichbar ist und an der sich wirklich nichts verbessern lässt, so dürfte das für die meisten wohl das Rad sein. Doch weit gefehlt: Die Forschungsbehörde des US-Militärs, die DARPA, hat in ihrer neuesten Initiative, Fahrzeuge für Soldaten sicherer zu machen, so einiges überarbeitet – darunter auch das Rad. Dessen Zukunft liegt in Ketten…

Und das ist alles andere als negativ gemeint, wie ihr in diesem Video ab Minute 2.21 sehen werdet: Die Überarbeitung normaler Räder hört auf den Namen RWT, was für „Reconfigurable Wheel Track“ oder „Neu konfigurierbare Rad-Ketten“ steht. Die verwandeln das klassische Rad je nach Geländebedarf, etwa in ein Dreieck, sodass es gemeinsam mit den Ketten extrem gesteigerte Klettereigenschaften bietet.

Zumal das DARPA-Projekt auch andere Innovationen hervorgebracht hat, darunter ebenso frei konfigurierbare Stoßdämpfer, die das Fahren am Hang erlauben. 95 Prozent (!) aller vorstellbaren Geländetypen sollen so zukünftig erschlossen werden können. Weitere Zielpunkte der Forscher: Vehikelgröße und -gewicht um bis zu 50 Prozent senken, die notwendige operative Besatzung um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Zudem: Die Geschwindigkeit um 100 Prozent zu verdoppeln, etwa durch Motoren, die im Rad verbaut werden, sowie die Signatur-Reduktion für gegnerisches Radar, damit Fahrzeuge schwerer zu finden und zu treffen sind. Das DARPA-Programm „GXV-T“ will die Art, wie (Militär-)Fahrzeuge gebaut werden, revolutionieren und zugleich Kosten senken. So wie es aussieht, werden den Wissenschaftlern diese Ziele in den kommenden Jahren wohl gelingen.

Abseits der Rad-Revolution erlebt ihr in diesem Video nämlich auch so abgefahrene Dinge, die man früher nur aus SciFi-Streifen kannte. Fensterloses Fahren mit Hilfe von VR zum Beispiel.