Möchte man ein Gericht scharf, aber nicht zu scharf haben, ist guter Rat für unerfahrene Köche teuer. Wer etwas mehr Erfahrung am Herd besitzt, weiß, dass sich gerade Tabasco-Sauce mit ihren 5000+ Scoville Schärfegrad perfekt zwischen mild und richtig scharf angesiedelt hat und in diesem Bereich seit Jahren Spitzenreiter ist. Noch dazu schmeckt sie lecker. Fast jeder kennt die Fläschchen mit dem dickflüssigen Inhalt. Doch wie genau wird er hergestellt?

Die Wirtschaftsexperten von „Business Insider“ gingen nach Avery Island in Louisiana, wo jährlich allein an diesem Hauptstandort des Unternehmens mehr als 700.000 Fläschchen mit Tabasco hergestellt werden, verschifft in über 195 Länder weltweit. 200 Millionen Tabasco-Fläschchen sind es unternehmensweit pro Jahr. Seit 150 Jahren gibt es die scharfe rote Sauce nämlich bereits – ein echter Welterfolg, noch dazu im Familienbesitz der McIlhennys.

Und es ist durchaus angebracht, den Entstehungsprozess einmal zu dokumentieren, denn wer denkt, hier würden nur ein paar Chilis ausgepresst und abgefüllt, irrt gewaltig. Die Herstellung ähnelt mehr den Verfahren, die auch für guten Whisky zum Einsatz kommen: Fünf Jahre dauert der Vorgang, bevor aus den scharfen Schoten und einer Handvoll Zutaten genau die weltbekannte Sauce wird, die später auf unseren Tischen und in unseren Küchen landet – fassgereift, wohlgemerkt.