Die Zeiten, in denen der Schmied mit seinem breit gefächerten Können in der Metallbearbeitung als unverzichtbarer Handwerker in einer Gemeinde galt, sind schon lange vorbei. Was aber nicht heißt, dass das ikonische Hämmern auf einen Amboss verklungen ist. Auch heute noch gibt es Schmiede, die ihrem mythenumwobenen Fach auf mehr oder weniger traditionelle Art und Weise nachgehen.

Vom Blankschmied bis zum Werkzeugschmied gibt es dabei eine ganze Reihe Spezialisierungen, wobei insbesondere der Waffenschmied viel Aufmerksamkeit genießt. Sei es durch die romantisierte Darstellung in Filmen wie „Kill Bill“ oder auch aktuell durch die erfolgreiche TV-Show „Forged in Fire“, in der vier Klingenschmiede in einem drei Runden dauernden Schmiede-Wettbewerb gegeneinander antreten und ihre Werke von einer Fachjury bewertet und getestet werden.

"It will kill!"

Nun erfüllen die in der letzten Runde geschmiedeten historischen Waffen, über die finalen Haltbarkeit- und Schärfetests und den dekorativen Schauwert hinaus, nach heutigen Gesichtspunkten freilich keinen wirklichen praktischen Nutzen. Zumindest wenn man nicht plant, auf traditionelle Art in den Krieg zu ziehen.

Anders sieht es da schon mit der guten alten Axt aus, die seit mehreren tausend Jahren nahezu unverändert ihren Dienst bis heute überall auf der Welt verrichtet. Sei es im heimischen Garten, um Holz für den Ofen zu spalten, in den Händen von Zimmerleuten und Tischlern zur Glättung des Holzes und Anpassung von Zapfen und Zapfenlöchern oder als lebensrettendes Gerät für Einreiß- und Schlagarbeiten bei einem Feuerwehreinsatz.

Der Meisterschmied Christian Schwarz bringt es gleich zu Beginn des folgenden Beitrages mit den Worten „Die Axt wird nie aussterben“ gut auf den Punkt. Begleitet von den Kameras des Wissenschafts-Magazins „Welt der Wunder“ demonstriert er darin, wie man eine richtig gute Axt herstellt. Und natürlich wird sein Werk am Ende auf Präzision und Durchschlagskraft getestet.