Es ist nicht die Frage, ob oder wie. Alles was zählt, ist, wann die Zombie-Apokalypse der zivilisierten Welt, wie wir sie kennen, das Genick brechen wird. Dass es eines Tages soweit kommt, gilt in Fachkreisen als sicher. Und wenn es soweit ist, gilt es möglichst schnell die nächste Frage zu klären. Nämlich die nach dem wo. Wohin soll man gehen, wenn der Chef plötzlich sein Versprechen wahrmacht, seinen Mitarbeitern den Kopf abzureißen oder die Nachbarin einen auf einmal zum Anbeißen findet? Wir haben die Antwort: Warschau!

Dort, in einem Weiler in der Nähe der polnischen Hauptstadt, steht nämlich das angeblich „erste offiziell zombiesichere“ Haus der Welt. Und tatsächlich erinnert das vom polnischen Architekturbüro „Robert Konieczny – KWK Promes“ für einen privaten Auftraggeber realisierte Gebäude an einen Bunker. Wenn auch an einen äußerst luxuriösen.

Das 567-Quadratmeter-Wohnhaus besteht aus einem Betonquader, den ein großer Garten umgibt. In einem Moment offen und einladend, kann der Besitzer sein Domizil auf Knopfdruck in einen uneinnehmbaren Klotz verwandeln. 46 Zentimeter dicke verschiebbare Wandelemente aus Stahl und Mineralwolle machen aus dem Bungalow einen Zombie-Bunker, wie man ihn sich angesichts anrückender Horden hungriger Untoter nur wünschen kann. Selbst die das Gelände umgebenden Außenmauern können so verschoben werden, dass der Zugang zum Haus nur noch über einen von allen Seiten verschlossenen Innenhof möglich ist.

Auch an der vollverglasten Terrasse beißen sich die Beißer ihre Beißerchen aus, wenn diese mit einem 14 mal 6 Meter großen Rollladen geschlossen wird, der von einer Firma angefertigt wurde, die sonst nur Reedereien und Flughäfen beliefert. Praktischer Nebeneffekt: In Zeiten des Friedens kann die Fläche des Rollladens zur Projektion von Filmen genutzt werden.

Und wenn einem während einer Belagerung mal der Sinn nach Abkühlung steht, gelangt man über eine Zugbrücke vom Dach aus auf den nahestehenden Pavillon, in dem sich ein Swimmingpool befindet. Nur weil draußen die Toten wandeln, muss man ja schließlich nicht gleich leben wie ein Tier.

Quelle: 20min.ch