Verlassener Gigant: Männer erkunden 20 Jahre rostenden Braunkohle-Bagger – Unsere Welt ist voller vergessener Orte: Aufgegebene Dörfer, leerstehende Krankenhäuser und ganze Geisterstädte laden jene ein, die ihren Erkundungstrieb ausleben möchten. Doch es gibt andere Wahrzeichen der menschlichen Umtriebigkeit, die irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Zum Beispiel dieser gewaltige Tagebaubagger in Deutschland, den zwei urbane Erforscher mit der Kamera erkunden.

„Gabriel & Corentin“ heißt der französischsprachige Kanal der beiden jungen Männer, die leerstehende Bunker, verwaiste Olympiastadien, Schulklassen, in denen seit 30 Jahren niemand mehr war, oder auch einen komplett verwaisten Flughafen erkunden – und das Ergebnis für ihre YouTube-Videos in bewegten Bildern auf Datenträger bannen.

Diesmal im Fokus: Bagger 1473

„Gabriel & Corentin“ haben sich für dieses Video ein Ziel in Brandenburg ausgesucht. Genauer: Schipkau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz. Hier gab es lange einen regen Braunkohle-Tagebau. Dabei kam auch Bagger 1473 zum Einsatz – ein Koloss, der 1964/65 im Tagebau Meuro aufgebaut wurde. Diese gewaltige Maschine diente dort bis 1999 ihrer Funktion, 2002 war endgültig Schluss für den Giganten aus Stahl.

Eigentlich sollte er dann zerlegt auf den Schrott, aber die Gemeinde wollte den Schaufelradbagger behalten – schon länger steht Bagger 1473 auf der Denkmalliste. Ein 50 Meter hohes und knapp 172 Meter langes Denkmal, das ganze 3850 Tonnen wiegt. Dank des Videos der beiden Erkunder können wir den Giganten in allen Details erleben.