Es klingt wie Science-Fiction, doch das Pentagon bestätigt: Der erste Feldtest einer an einem Kampfhubschrauber montierten Laserkanone ist geglückt. Wie so ein Gerät aussieht, erlebt ihr im Video.

Man testet also waffenfähige Laserkanonen auf der Plattform des in die Jahre gekommenen Helis vom Typ AH-64 Apache. In einem ersten Test konnte damit ein unbemanntes Ziel in knapp zwei Kilometern Abstand getroffen werden. Damit sind Laserwaffen definitiv keine Science-Fiction mehr. Hersteller Raytheon gab an, dass dies das erste Mal überhaupt sei, dass ein vollintegriertes Lasersystem in der Lage gewesen sei, ein Ziel von einer Rotormaschine aus zu treffen und dabei Hindernisse wie Höhenunterschiede, Fluggeschwindigkeit und Luftfeuchtigkeit erfolgreich überwunden habe.

Das Geheimnis dahinter: Die Laserkanone arbeitet als Zielsensor mit einem sogenannten MTS-System – ein multispektrales System, das elektronische, optische und im Infrarotbereich arbeitende Sensoren in sich vereint. Raytheon verbucht das Experiment als Erfolg und auch das Pentagon zeigt sich erfreut: Über das für das menschliche Auge unsichtbare System und seine beträchtliche Genauigkeit, z. B. bei der möglichen Abwehr von Raketen, Artillerie- und Mörsergranaten sowie Drohnen – Laserstrahlen haben keine Flugbahn und sind damit weitaus präziser über große Entfernungen. Vorausgesetzt, sie sind stark genug, um nicht durch Wassertröpfchen in der Luft gebrochen zu werden.

Außerdem geht es dem US-Militär bei den Laserkanonen wohl darum, Kosten zu schonen. Der Heli des Typs AH-64 Apache ist seit 1986 im Einsatz, normalerweise mit einer 30-mm-Kanone, ungelenkten 70-mm-Raketenpods sowie Panzerabwehrraketen vom Typ Hellfire bestückt. Von denen jede einzelne 110.000 Dollar kostet. Ein Laser-Pod unter den Stummelflügeln, wenn er denn erstmal ausgereift ist, benötigt hingegen keine Munition und erlaubt vielfältigere Einsatzgebiete gegen Hartziele wie Panzer.

Quelle: nypost.com